Der Echte Hausschwamm

Der Echte Hausschwamm

Ganz aktuell ist das Thema: Der „echte Hausschwamm“

Durch die warmen Sommertemperaturen und die hohe Luftfeuchte ist zur Zeit mit sehr starkem Schwammwachstum und damit zusammenhängenden Schäden zu rechnen.

Der „Echte Hausschwamm“ – gefährlichster Gebäudezerstörer

Obwohl der Hausschwamm schon seit langer Zeit bekannt ist, die ältesten Überlieferungen gehen in die Zeit 1300 v. Chr. zurück, muss man sich wundern, dass er noch so stark verbreitet ist. In den Altstadtgebieten sind oft ganze Straßenzüge vom echten Hausschwamm befallen, der mit den Speise- und Giftpilzen eng verwandt ist. Die genaue Bezeichnung lautet: serpula lacrimans.

Erkennen des echten Hausschwamms

Zerstörter Holzboden. Der Bodenleger hat „ausgebessert“ und den Schwamm nicht erkannt!

Wegen seiner vielfältigen Erscheinungsformen wird der echte Hausschwamm sehr oft von Bauunternehmern, Architekten und sogar Bausachverständigen nicht erkannt. Immer wieder kann man feststellen, dass durch die Fehlbestimmung und Fehleinschätzung von Schadensbildern und Erkennungsmerkmalen unsachgemäß Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Anhand gezielter Untersuchungen durch Fachleute wurde z. B. in Berlin festgestellt, dass nur ca. 40 % der in einem Altstadtgebiet untersuchten Häuser frei von holzzerstörenden Pilzen waren. Hierbei war in 40% der Fälle, Befall durch den echten Hausschwamm sichtbar. Ein weiterer hoher Prozentsatz der untersuchten Häuser war mit ähnlichen, stark holzzerstörenden Pilzen befallen, z. B. der braune Kellerschwamm, der weiße Porenschwamm und einige Blättlingsarten. Die Unterscheidungsmerkmale an dem befallenen Holz sind nur mikroskopisch zu analysieren. Relativ gute Unterscheidungsmerkmale weisen die einzelnen Fruchtkörper auf. Es kann auch eine Differenzierung durch die Myzelstränge vorgenommen werden.

Frischer Fruchtkörper im Keller an der Decke. Durchmesser ca. 40 cm.

Ausbreitung des Hausschwamms

Wenn man bedenkt, dass eine Art der Ausbreitung über die Sporen stattfindet und ein gut ausgewachsener Fruchtkörper diese Sporen millionenfach produziert und in der Raumluft verteilt, so kann man sich leicht vorstellen, dass die Ausbreitung allein durch die Sporen unheimlich große Ausmaße annehmen kann. Sehr oft findet man im Keller, besonders im Bereich von Kellergewölben diese Fruchtkörper. Fallen nun die Sporen in sehr großer Anzahl auf einen günstigen Nährboden, genannt sei hier z. B. Holz, so bedarf es zum Keimen und zur Verbreitung nur noch günstiger Feuchtigkeits- und Temperaturverhältnisse.

Zunächst bilden sich sogenannte Keimhyphen. Vom Primärmyzel wachsen weiter Hyphen, die sich sehr schnell vermehren und sich miteinander verzweigen. Diese ergeben später ein dichtes Pilzgeflecht. Bei dem Myzel wird unterschieden zwischen dem sogenannten Substratmyzel, das im Innern des Holzes wächst und dem Oberflächenmyzel, das zunächst auf der Holzoberfläche und später auch auf dem Mauerwerk sich weiter verbreiten kann. Beim echten Hausschwamm gibt es auch noch ein sogenanntes Luftmyzel. Man erkennt es an feinen, weißen, watteartigen Gebilden. Beim echten Hausschwamm ist der Fruchtkörper zunächst charakteristisch rotbraun gefärbt, an den Randzonen hat er weiße Zuwachsränder, diese können auch watteartig aussehen. Ältere Fruchtkörper werden oft dunkelbraun bis schwarz. Sehr oft hängen sie im Bereich der Keller von den Decken wie alte Lumpen an den Oberflächen. Neben den Sporen sind auch andere Ausbreitungsmöglichkeiten bekannt. Es ist z. B. ohne weiteres möglich, dass die Ausbreitung auch über Myzelstränge oder Teile von Myzelstränge durch Verschleppen, z. B. mit den Schuhen oder irgendwelchen befallenen Gegenständen, die von einem in den anderen Raum gebracht werden, erfolgt.

Ein schwerwiegendes Beispiel für die Ausbreitung des Hausschwammes, möchte ich aus meiner jahrelangen praktischen Erfahrung schildern:

In den Kellerräumen einer Münchner Weingroßhandlung, in einem Altbau, wurde im Bereich der Deckenkappen sehr starker Hausschwammbefall festgestellt. Fruchtkörper bis zu einer Größe von einem Meter Durchmesser hingen an der Unterseite. Die Sporen derselben fielen auf die darunter gelagerten Weinkartons. Hunderte von diesen Pappschachteln waren mit einer roten Sporenschicht überzogen. Nach Feststellung dieses Befalles wurde die Behörde von diesem Schwammbefall verständigt. In Bayern ist zwar die Meldepflicht weggefallen. Die Verantwortung obliegt jetzt dem fach- und sachkundigem Bauleiter oder Architekten. Die Bekämpfung muss dennoch durch einen Fachbetrieb sowie den anerkannten Regeln der Technik aus der DIN 68800 erfolgen. Mit Verwunderung stellte ich nach 3 Jahren fest, dass nicht saniert worden war. Das Haus sollte zunächst verkauft werden, um es dann später in Eigentumswohneinheiten aufzuteilen. Durch den Besitzerwechsel wurde die Sanierung über einen Zeitraum von mehr als 3 Jahren hinausgezögert! Die Weinhandlung wurde jedoch weitergeführt, so dass bei mehrmaligem Warenumschlag innerhalb dieser Zeitspanne eine Unmenge sporenbehafteter Weinkartons in die verschiedenen Keller der Kunden gelangt ist. Ein Großteil der Keller eignet sich mit Sicherheit bei feuchten Umweltbedingungen „hervorragend“ für die Ausbreitung des Hausschwammes.

Um sich über die Gefährlichkeit des echten Hausschwammes ein klares Bild zu verschaffen, sollte noch ein Versuch erwähnt werden, der Aufschluss über die Zerstörung gibt. An infizierten Holzstücken (Kiefersplintholz) war nach einem Monat eine Gewichtsabnahme von über 4 % festzustellen, bereits nach 2 Monaten aber schon 27 %. Das befallene Holz konnte leicht mit dem Fingernagel auch quer zur Maserung eingedrückt werden.

Der Hausschwamm kann pro Tag mehrere cm in alle Richtungen wachsen.

Frisches watteartiges Myzel unter dem Fußboden im Keller am Lattenverschlag

Noch etwas macht den echten Hausschwamm so gefährlich. Die erwähnten Myzelstränge, in der Regel 1 – 5 mm stark, wachsen nicht nur durch Kohle- und Briketthaufen, zwischen Fugen von Brettern und Balken, sie wachsen auch durch feine Ritzen im Mörtel und zwischen den Mauersteinen hindurch. Selbst qualitativ schlechten Beton kann der echte Hausschwamm durchdringen. Er kann sich somit von einem Raum in den anderen, von einem Stockwerk zum nächsten, in Einzelfällen sogar vom Keller bis zum Dach verbreiten. Sehr oft findet man diese Myzele auch hinter dem Putz im gesamten Mauerwerk und deswegen wird der Laie oft auch vom Mauerschwamm sprechen.

Hat das Wachstum des Hausschwammes ein bestimmtes Ausmaß erreicht, und tritt durch Feuchtigkeitsmangel oder andere für die Entwicklung ungünstige Umstände ein Wachstumsstillstand ein, der auch mehrere Jahre andauern kann, so kommt es zur Bildung von Frucht- oder Vermehrungskörper. Sind diese Fruchtkörper gewachsen, kann der echte Hausschwamm in gewissem Umfang selbst zur Aufrechterhaltung seiner Lebensbedingungen sorgen.

Bei der Zersetzung der Zellulose durch das Substratmyzel entsteht Wasser. Es erscheint häufig in Tropfen auf dem Oberflächenmyzel, woher die Bezeichnung „Tränenschwamm“ und der wissenschaftliche Artname „lacrimans“ (der Tränende) abstammen. Dieses Wasser führt direkt zur Durchfeuchtung des Holzes, mindestens jedoch zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und damit wiederum der Holzfeuchtigkeit.

Der echte Hausschwamm ist wie oben schon erwähnt, der gefährlichste und zugleich der am schwierigsten zu bekämpfende Zerstörer in Gebäuden, in denen Holz verbaut ist.

Deswegen sehen die meisten Bauordnungen der Länder – zurecht – eine Meldepflicht und eine sofortige Beseitigung vor.

Eine Hausschwammbekämpfung sollte nur durch ausgebildete und geschulte Fachfirmen durchgeführt werden, da eine unsachgemäße Sanierung weitaus größere Schäden (Ausbreitung) zur Folge haben kann.

Wichtigste Sanierungsmaßnahme ist das Abstellen von Feuchtigkeitsquellen!

Technische Fehlerquellen, wie undichte Wasserleitungen, Regenrinnen, Abflussrohre etc., kapillar aufsteigende oder eindringende Feuchtigkeit, müssen beseitigt bzw.. repariert werden.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass es eine Vielzahl ungeeigneter Trockenlegungsmaßnahmen gibt. Der Hausbesitzer soll bedenken, dass die mechanischen Trennungen wie Mauerwerksaustausch, Absägen der Mauern und Einlegen von Folien, oder das Eintreiben von nichtrostenden Chromstahlplatten zu den sichersten handwerklich ausführbaren und sofort überprüfbaren Möglichkeiten gehören.

Auch undichte Dächer (Dachluken, Kaminanschlüsse etc.) sollten überprüft und ggf. von Fachleuten repariert werden. Des weiteren sollte man Fensterbankanschlüsse und vorspringende Sockel, Hausanstriche und Fassaden in Augenschein nehmen. Der Anstrich sollte nicht nur unter dem Gesichtspunkt der optischen Verschönerung betrachtet werden, sondern auch für eine trockene Fassade sorgen. Ebenso ist darauf zu achten, dass richtig gelüftet und geheizt wird.

Die Gefahr des Wiederauflebens des Hausschwamms ist außerordentlich groß. Die Befallstellen sind genau abzugrenzen, wobei ein Sicherheitsabstand in der Ausdehnung von 1 – 2 m² über dem erkennbaren Befall eingehalten werden muss. Es ist in jedem Fall auch der Verputz vom Mauerwerk zu entfernen um die Ausbreitung festzustellen. In der Regel müssen über den befallenen Kellerräumen die Fußböden und die darunterliegende Auffüllung ausgebaut werden. Sehr oft sind auch Türstöcke und Fensterbänke schon vom Hausschwamm geschädigt, so dass auch diese ausgebaut werden müssen. Das infizierte Material ist besonders vorsichtig und ordnungsgemäß zu entsorgen oder zu verbrennen. Selbstverständlich müssen nach einer solchen Arbeit alle Zugangs- und Transportwege in die Bekämpfungsmaßnahme mit eingezogen werden.

Nach der Norm und den Richtlinien des Deutschen Holz- und Bautenschutzverbandes sowie dem Merkblatt WTA (siehe unten) sind anschließend alle Oberflächen des Mauerwerks abzuflammen, d.h. auszubrennen.

In den Befallbereichen muss das gesamte Mauerwerk durch Anlegen von Bohrlöchern im Abstand von ca. 20 – 25 cm und einer Tiefe von mindestens 4/5 der Mauerdicke (wobei der Bohrlochdurchmesser 15 mm sein soll) durch mehrmaliges Auffüllen mit amtlich zugelassenen bzw.. nach „Ral“ geprüften Holzschutzmitteln bearbeitet werden. Ebenso müssen die gesamten Oberflächen mit den zugelassenen Schwammbekämpfungsmitteln im Flut- oder im Schaumverfahren bearbeitet werden.

Es sei noch bemerkt, dass es neben dem echten Hausschwamm noch andere Schwammarten gibt, insbesondere der gelbrandige Hausschwamm, der balkenbewohnende Hausschwamm sowie der wilde Hausschwamm, der Porenschwamm und der Kellerschwamm. Sie sollen in gleicher Weise wie der echte Hausschwamm bekämpft werden.

Vor kurzer Zeit wurde ich von einer namhaften Versicherung beauftragt einen Hausschwammschaden zu bewerten. Es lagen wegen der Sanierung eines Brandschadens mehrere Angebote von Bautenschutzfirmen vor, wobei das billigste Angebot bei weit über 30.000 € lag. Der beauftragte Architekt war sich nicht sicher, ob und in welchen Umfang eine Instandsetzung notwendig war, deswegen hat er mehrere Firmen aufgefordert in zu beraten und für die Instandsetzung ein Angebot zu erstellen.
Zugegeben es ist nicht immer einfach, einen Schwammschaden zu analysieren und einen artverwandten Schwamm immer gleich am Objekt zu beurteilen. Aber wenn ein Zweifel besteht, dann ist es immer noch günstiger, einen Sachverständigen einzuschalten und nicht immer nur den „Fachbetrieben“ zu vertrauen. Dass keiner der Anbieter darauf hingewiesen hat, dass es sich gar nicht um einen „echten“ Hausschwamm handelte zeigt, dass entweder der Sachverstand fehlte oder, dass einige der Anbieter nur am schnellen Umsatz interessiert sind.
Ich konnte dem Bauherrn (und auch der Versicherung) helfen, indem ich eine Firma vermittelte die lediglich eine rasche Trocknung der Räume vornahm. Diese Kosten waren weniger als Eintausend Euro.

Wie oben erwähnt, ist das Absenken der Feuchte, insbesondere nach einem Wasserschaden die wichtigste Maßnahme.

Weitere Informationen gibt es durch das neue Merkblatt – Der „echte Hausschwamm“ – Erkennung, Lebensbedingungen, vorbeugende und bekämpfende Maßnahmen – zu beziehen von der WTA e.V.

Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege
Edelsbergstr. 8
80686 München
Tel. (0)89 578 69727

 

 

Hilfe bei Hochwasserschäden

VERBRAUCHERINFORMATION 

Nach dem Hochwasser werden viele Schäden erst sichtbar

 Wenn das Wasser abgeflossen ist, wachsen die Pilze aus dem Boden und den Wänden. Mit den Pilzen kommen fast gleichzeitig die „Sanierer“. Besonders geschäftstüchtige Unternehmer „helfen“ den geschädigten Hausbesitzern, insbesondere bei der Trockenlegung der Gebäude.

Die Trockenlegung muss die erste Leistung zum Sanieren der mit Wasser vollgesogen Bauten sein. Das ist notwendig, um sich einigermaßen häuslich einzurichten, um die Möbel und Einrichtungen wieder zurückzubringen.

Leider ist es sehr oft der Fall, dass die geschädigten Hausbesitzer weiteren Schaden dadurch erleiden, dass man ihnen nicht nur verspricht, die Mauern trockenzulegen, sondern sie auch noch um einiges an Geld erleichtert.

Bevor sie einer Firma einen Auftrag erteilen erkundigen sie sich genau, wie was durchgeführt werden soll.

Es ist möglich, mit großen elektrisch betriebenen Trocknern einen Teil der Schäden dadurch zu beheben, dass man der Luft im Haus die Feuchtigkeit entzieht und damit auch langsam eine Reduzierung der durchfeuchteten Wände und Böden ermöglichen kann.

Die Böden, insbesondere dann, wenn sie eine Wärmedämmung aufweisen, müssen extra getrocknet werden.

Wenn der Bodenbelag -Teppichboden oder PVC etc.- dicht ist, muss die unter dem Estrich befindliche Wärmedämmung in jedem Falle getrocknet werden. Dies geschieht durch anbohren des Estrichs und durch das Einblasen von heißer, getrockneter Luft mit entsprechenden Maschinen.

Es ist auch deswegen notwendig um

  1. a) die Wärmedämmung wieder funktionsfähig zu bringen und
  2. b) um dadurch Kondenswasserbildung zu vermeiden.

In der Regel geschieht folgendes, durch die feuchte Umgebung, entsteht mehr Tauwasser, als über die natürliche Verdunstung entweichen kann. Dadurch entsteht auch der Effekt, daß sich die Feuchtigkeit im Baustoff wieder aufschaukelt.

Eine gute Art der Trocknung ist, mittels Heißluftmaschinen (wie z.B. bei der Zeltbeheizung) das Einblasen von sehr warmer Luft und der Öffnung sämtlicher Fenster für einen schnellen Luftaustausch zu sorgen. Gleichzeitig soll der Luft die Feuchte mittels Entfeuchter entzogen werden. Dabei kommt es auch zu einem sehr starken abdunsten der Oberflächen und zu einem austrocknen der Boden- und Wandoberflächen.

Erfahrungen aus früheren Hochwasserkatastrophen

Diese Techniken der Bautrocknung wurden auch schon 1960 und 1971 bei den Hochwasserschäden in Hamburg mit Erfolg praktiziert. Es haben sich Gemeinschaften gebildet die unter Federführung des Deutschen Holz- und Bautenschutz Verbandes Auskunft über die nächstgelegene Fachfirma geben können.

Eine andere Art der Trockenlegung ist es, mittels Kondens,- oder Absorbtionstrockner die Luftfeuchte soweit abzusenken, dass es zu einer Reduzierung der Feuchte und dadurch auch zu einer Trocknung der Oberflächen kommt. Dabei sind alle Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Da diese Geräte (Kosten ca. 300-1000 € je nach Typ) ca. 20-40 LTR. Wasser am Tag „absaugen“ können, ist dies ebenfalls eine sehr praktikable und einfache Möglichkeit die Häuser zu trocknen.

Eine wesentliche Hilfe ist es, vorab alles Wasser, mittels spezieller Industriesauger oder Nass Sauger soweit wie möglich abzusaugen. Diese Gerätetypen sind in den Baumärkten schon ab ca. €uro 100,–  bis 200,– zu erstehen und haben eine sehr starke Saugleistung. Sie können auch grobes Material (Schlamm und Schmutz) bis ca. 40 mm Durchmesser mit aufsaugen.

Vorsicht: Ungeeignete Verfahren

Es geht los mit dem Aufstellen von ungeeigneten Luftentfeuchtern.

In den Baumärkten sind sie in allen Varianten anzutreffen. Dabei sind die Geräte gemeint, die mit Silikagel betrieben werden. Das ist ein Granulat, das Wasser anzieht und in eine Auffangschale abgibt. Meist handelt es sich um Kleinstgeräte mit 1 Liter Fassungsvermögen. In ca. 4 Wochen löst sich dieses Silikagel auf und die Flüssigkeit ist im Behälter gesammelt. Hier handelt es sich wirklich nur um „Spielzeug“, also um untaugliche Geräte für die Trockenlegung von Häusern. Diese Geräte sind noch nicht einmal für einen Raum geeignet, sondern höchstens um einen feuchten Schrank oder Bettkasten zu trocknen.

Andere Trockenlegungsarten wie z.B. Mikrowellen etc. sind ebenso untauglich, ganz zu schweigen davon, dass es absoluter Nonsens ist, mittels Elektroosmose oder anderer elektrophysikalischer Verfahren eine Trockenlegung zu erreichen. Diese Verfahren funktionieren an hochwassergeschädigten Häusern genauso wenig wie an allen andern Altbauten. Leider stößt man immer wieder auf solche Anbieter, genauso wie auf Firmen die eine Trockenlegung mittels Chemikalien anbieten.

Mögen einige dieser Verfahren noch für den Altbau im Normalfalle unter bestimmten Voraussetzungen einen Sinn ergeben, so sind sie samt und sonders ungeeignet, eine Trockenlegung an einem hochwassergeschädigten Haus zu bewirken.

Auch alle anderen Verfahren die sonst im Altbau bei der Bauinstandsetzung eingesetzt werden, sind für diese Trockenlegung ungeeignet.

Besonders schlimm wird es auch, wenn Hausbesitzern suggeriert wird, dass die Trockenlegung auch mittels „Entfeuchtungsputzen“ geschehen kann.

Hierbei ist zwar die Wortwahl sehr günstig, jedoch für diese Trockenlegung völlig ungeeignet.

Wenn Putze soweit geschädigt sind, dass diese erneuert werden müssen, dürfen nur Sanierputze nach den Richtlinien der WTA* zur Anwendung kommen. Die Eigenschaften, wie z.B. Wasserdampfdurchlässigkeit, Wasseraufnahme, Festigkeit etc. sind entscheidend und in dem Merkblatt

Nr. 2-9-20D Sanierputzsysteme (ähnlich der DIN-Norm) verankert.

Dabei ist es besonders wichtig, dass der Sanierputzhersteller die geforderten Eigenschaften garantiert und mittels Prüfzeugnis nachweisen kann.

Die Schimmelpilze sind bei manchen Menschen Auslöser von Allergien

Die Gesamtproblematik der Feuchteschäden hängt auch damit zusammen, daß sehr leicht und schnell Schimmelpilze und auch der „echte Hausschwamm“ wachsen können. Insbesondere dann, wenn z.B. Möbel und Verkleidungen im Raum verbleiben. Tapeten und Tapetenkleister, sowie einige Anstriche sind ein guter Nährboden. Deswegen sind die Keller und überschwemmten Räume schnellstens restlos zu räumen und zu säubern, damit nichts zu „faulen“ beginnt.

Schimmelpilze und deren Sporen können auch zu verschiedenen Krankheiten (z.B. Leberschäden) führen. Eile ist also geboten.

Wichtig ist es zu wissen, dass nicht alles faulen kann, wie z.B. Baustoffe aus Naturstein, Ziegel, Verputz und Mörtel. Diese Materialien können ohne weiteres auch über einen längeren Zeitraum völlig durchnässt sein, ohne Schaden zu erleiden. Alle Boden- und Wandflächen aus Beton werden ebenso nicht geschädigt.

In der Regel kann auch Holz lange feucht bleiben, ohne daß es dabei zu starken Schädigungen kommt. Wenn anschließend wieder schnell getrocknet wird. Hohlräume und Fehlböden brauchen allerdings eine besondere Beachtung.

Das richtige Lüften ist in den folgenden Monaten besonders wichtig.

Man soll daran denken, dass:

*  es wichtig ist, dass richtig geheizt und gelüftet wird.

*  die Fenster zum Lüften nur kurz zu öffnen sind in der Regel reichen 2-3 Minuten, am besten in der Frühe, wenn die Temperaturunterschiede zwischen außen und innen noch sehr groß sind, dafür zwei bis dreimal, im Abstand einer halben Stunde. Es sollen die Oberflächen der Möbel und der Wände nicht unnötig abkühlen

*  es falsch ist, wenn tagsüber die Heizung ganz abgedreht und abends schnell wieder aufgeheizt wird

*  dass die Temperatur relativ gering schwanken sollte. Wer also im Schlafzimmer kühl schlafen möchte, muss darauf achten, dass die warme Luft aus der Wohnung nicht in die Schlafräume gelangt, sonst kühlt diese an der kalten Wand ab und es kann Kondenswasser entstehen

*  durch das Kippen der Fenster kaum ein Luftaustausch stattfindet, jedoch die Fenster- oder Türlaibungen stark abkühlen

*  der Wasserverbrauch (Blumengießen -Heizkörperbefeuchter -Duschen und /oder Baden bei geöffneter Türe etc.) in der Wohnung insbesondere im Frühling und Sommer stark eingeschränkt werden soll.

Es ist besonders wichtig darauf zu achten, die richtige Fachfirma und den richtigen Verarbeiter zu finden.

Dies ist nicht immer einfach. Am sichersten ist dies, wenn sie sich über die Handwerkskammer oder die Bauinnung und die Verbraucherverbände sowie der Gemeinde- und Stadtverwaltungen erkundigen. Auch die WTA e V.  hat bereits angeboten, generelle Fragen zu beantworten. Diesem Verein sind mehr als 500 Mitglieder angeschlossen, meist Vertreter von Hochschulen aber auch von Denkmalpflegeämtern und ähnlichen Institutionen aber auch Vertreter der Bauchemie und des ausführenden Gewerbes.

Weitere Adressen:

Deutscher Holz- und Bautenschutz Verband  e V,  Hans-Willi-Mertens-Str. 2;  50858  Köln;

Tel. 02234 / 484 55   Internet: http://www.dhbv.de/

Bauinnung München; Westendstr. 179, 80686 München Tel. 089 / 5707040

Bayerische Hausbesitzer- Zeitung, Herzog-Wilhelm-Str. 10, 80331 München Tel: 089/ 55141-551

WTA –  Wissenschaftlich Technische Arbeitsgemeinschaft für Denkmalpflege und Bauinstandsetzung e.V.; 80686 München, Edelsbergstr. 8, Tel. 089/57869727; www:wta.de

Bauzentrum München Konrad-Zuse-Platz 12; Tel. 089/5463660

Verbraucherzentrale Bayern e.V., Mozartstr. 9, 80336 München, Tel: 089 /5527940

 

Wenn sie sich an die oben aufgeführten Verbände und Institutionen wenden, ist die Gefahr, dass Sie auf Betrüger hereinfallen, schon sehr eingeschränkt.

 

Edmund Bromm

Ehrenamtlicher Berater, Bauzentrum München

 

 

Richtig Heizen und Lüften

Hervorgehoben

Richtig Heizen und Lüften, dabei Geld sparen und die Umwelt schonen. Es gibt viele Empfehlungen zu diesem Thema,  warum sich noch einmal damit befassen? Weil sich die Welt ändert, auch bei diesen Themen: Bauweise, Baumaterialien, Möbel und sogar die Nutzung von Wohnräumen. Ratschläge die vor einigen Jahren richtig waren haben heute oft keine Gültigkeit mehr.

Der Sachverständige Edmund Bromm erläutert ausführlich wie durch das richtige Heizen und Lüften das Klima (Temperatur, Luftfeuchte) so eingestellt werden soll um sich wohlzufühlen. Dies auch, um sowohl Schimmel in der Wohnung aber auch im Keller zu vermeiden. In diesem Vortrag erhalten nützliche Tipps um dadurch auch Energie einzusparen. 

Gesund wohnen in Altbauten

Aktuelles

Achtung 2 Vorträge

Frei von Schimmel: vorbeugen und sanieren

Schimmel in der Wohnung ist eklig und kann Allergien auslösen.

Oftmals entsteht Schimmel nach Modernisierungen, vor allem wenn die einzelnen Maßnahmen nicht gut aufeinander abgestimmt waren.

Allerdings muss in der Heizsaison immer darauf geachtet werden, dass an den Wänden kein Tauwasser entsteht, welches dem Schimmel einen perfekten Nährboden bereitet.

Der Vortrag erklärt, wie Schimmel vermieden oder wieder beseitigt werden kann und wie die Wohnung im schlimmsten Fall fachgerecht zu sanieren ist.

Online-Vortrag vom Bauzentrum München bei der MVHS

Frei von Schimmel: vorbeugen und sanieren

Teilnahme kostenfrei – Anmeldung bei der MVHS erforderlich:

https://www.mvhs.de/programm/energie-waerme.6986/L324923

Referent: Edmund Bromm, Sachverständiger für Feuchteschäden

Datum 25.01.2021  Uhrzeit      19:30 – 20:30

Außerdem:

Frei von Schimmel: Vorbeugen und sanieren

Teilnahme kostenfrei – Anmeldung bei der MVHS erforderlich:

https://www.mvhs.de/programm/bauen-wohnen.6985/L324334

Referent*in: Edmund Bromm, Sachverständiger für Feuchteschäden

Schimmel in der Wohnung ist nicht nur eklig, er kann auch gesundheitliche Probleme verursachen. Oftmals tritt Schimmel nach Modernisierungen auf, wenn beispielsweise neue Fenster in ein Gebäude ohne Wärmedämmung eingebaut oder Veränderungen an Heizkörpern vorgenommen wurden. Werden die einzelnen Maßnahmen nicht richtig aufeinander abgestimmt, können optimale Wachstumsbedingungen für Schimmel entstehen. Der Sachverständige Edmund Bromm zeigt in seinem Vortrag, wie Schimmel vermieden und beseitigt werden kann und wie im schlimmsten Fall die Wohnung richtig saniert werden sollte.

Datum 02.02.2021   Uhrzeit 18:30 – 19:30

VeranstaltungsortOnline-Vortrag MVHS

München

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Vortrag :
Feuchte Keller vermeiden und trocknen_________________________________________________

Siehe auch: https://www.haus-schwamm.de/schimmel-vortrag/

Referent: Edmund Bromm, Sachverständiger für Feuchteschäden
Berater im Bauzentrum München
Ort: Bauzentrum Riem
www.mvhs.de

Eintritt frei! (Anmeldung nicht erforderlich)
Um Feuchteschäden im Keller zu vermeiden, ist es gerade im Frühjahr besonders wichtig, richtig zu lüften, da die Boden- und Wandflächen noch kalt sind, so dass sich an ihnen leicht Kondenswasser aus warmer Außenluft niederschlagen kann. Hierdurch können Fäulnis, aber
auch Schimmel und Schwamm entstehen, Ursachen für den typischen Modergeruch.

Wichtig ist auch, dass Wände und Boden keine Feuchtigkeit in den Keller abgeben, also die Abdichtungen dampf-dicht sind.

Der Vortrag zeigt wie Sie Fehler vermeiden und bei Feuchte Symptomen reagieren können.

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Die Münchner Volkshochschule bietet in Kooperation mit dem Bauzentrum München eine Vortragsreihe mit dem Themenschwerpunkt „Bauen, Wohnen und Sanieren“ an.


Dazu der Beitrag als PDF siehe:

http://www.muenchner-fachforen.de/jdownloads/2016/2016_11_12_Fachtag_Schimmel/16_bromm.pdf

Beratung kostenlos im Bauzentrum München Riem

Dienstag ab 16 Uhr …aber bitte anmelden unter Tel.

089 5463660


Schimmel vermeiden, beseitigen, sanieren

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Wie man sachgerecht und auf den Einzelfall bezogen reagieren sollte, zeigte der Mikrobiologe Dr. Warscheid in seinem Vortrag.

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Wer suchet der findet auch Schimmel. Ein Beitrag aus YouTube:

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Vortrag in Zusammenarbeit mit BAYERNenergie e.V.

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Berufsverband der unabhängigen Energieberater in Bayern

Geschäftsstelle BAYERNenergie e.V.
Telefonzeiten: Montag – Donnerstag 9:00 bis 13:00 Uhr
Pelkovenstr. 41
80992 München
Tel.: +49 89 89546775
Fax: + 49 89 89198530

Historische Baukonstruktionen – nachhaltig sanieren, Feuchteschäden vermeiden

Dieses Seminar wird in Kürze wiederholt.

Ort:
Bauzentrum München, Willy-Brandt-Allee 10, 81829 München
(Google Maps)

Zeit:
Dienstag jeweils ab 16.00 bis 19.00

Beschreibung:

Dieses Seminar ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem Bauzentrum München.

  • Einführung energieeffiziente Denkmäler – Grundlagen – Begriffe (Fred Weigl)
  • Luftwechsel – Innendämmung – Wandheizungssysteme bei der Sanierung im Altbau und Denkmal (M.Eng. Stefan Bichlmair, Fraunhofer IBP Holzkirchen)
  • Innovative Putzsysteme in der Denkmalpflege (Hans-Jörg Seiler, HASIT)
  • Integrale Planung in der Sanierung von Denkmälern – Bauphysik – Brandschutz – Statik (Fred Weigl)
  • Wärmebrücken (Arne Kruft)
  • Feuchteschutz bei historischen Konstruktionen, Sockel- und erdberührte Bauteile (Edmund Bromm, WTA)
  • Siehe dazu auch die PowerPoint Information
  • https://www.dropbox.com/sh/s5bnqpxc77sxnrt/AAA0qdu0u_Ka-vRXvu0PMZ6ya?dl=0&preview=TEIL+7_Historische+Baukonstruktionen+-Bromm.pdf

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Schimmel in der Wohnung – was tun?

Vortrag Volkshochschule: Albert Rosshaupter Strasse 8

Kostenlos, aber bitte anmelden!

Der nächste Vortrag wird hier angekündigt.

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Zum Thema Feuchteschäden und

Schimmel+Schwammbekämpfung auf der nächsten  IHM meist Februar.

Forum „Energie. Intelligent. Vernetzt.“

Schimmel in der Wohnung: Vermeiden – Beseitigen – Sanieren

Referent: Edmund Bromm, Sachverständiger Bauzentrum München

Schimmel in der Wohnung was tun?

Der Power Point Vortrag dazu: http://www.muenchner-fachforen.de/jdownloads/2016/2016_11_12_Fachtag_Schimmel/16_bromm.pdf

Jeden Dienstag im  Bauzentrum München ab 16 Uhr

Info zum Thema feuchte Keller sowie Schimmelprobleme – wie beseitigen und Instandsetzen

Die Beratung ist kostenlos

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weitere Termine:  Immer Dienstag ab 16 Uhr nach Anmeldung im

Bauzentrum München

„Schimmel und feuchte Wände“

Hier geht`s zum Taupunktrechner: https://archiv.jatiproducts.de/taupunkt.html

 

Luftwechsel- wie lange lüften?

Luftwechsel

Wie lange soll gelüftet werden?

Wie in der Grafik zu erkennen ist dauert es nicht sehr lange bis sich die die Farbe rot in blau verändert.

Die Temperaturangaben dazu sind seitlich abzulesen.

Das Groh der Veränderung ist innerhalb 100 Sekunden erkennbar.

Was ist die WTA. e. V.

Willkommen bei der WTA

Der internationale Verein der WTA e.V. hat sich das Ziel gesetzt, die Forschung und deren praktische Anwendung auf dem Gebiet der Bauwerkserhaltung und der Denkmalpflege zu fördern.

Eine vorrangige Aufgabe ist es hierbei, die praktischen Erfahrungen zu verarbeiten und nutzbar zu machen, um so die Anwendung neuer Erkenntnisse und moderner Technologien zu beschleunigen.

Siehe dazu auch den Beitrag: Weiterlesen

Zum Thema „schmutzige Diesel“ eine Diskussion

Aus meiner Sicht ist dieser Beitrag eine gute Grundlage mal darüber nachzudenken wie es weitergehen soll.

Derzeit wird nach den Urteilen zu Fahrverboten für „schmutzige Diesel“ – Fahrzeuge in vielen Städten allgemein das Ende des Dieselmotors und teilweise insgesamt des Verbrennungsmotors erwartet. Im Gegensatz dazu ist nach Einschätzung einiger Fachleute gerade der Dieselmotor die vorrangige Lösung für langfristig nachhaltige Mobilität. Und das aus nachstehenden Gründen:

Elektromobilität ist m.E. sehr teuer und risikobehaftet. Warum?
Für die in größerem Maßstab vorgesehene Einführung  von Elektromobilität insbesondere bei PKW werden z. T. knappe Rohstoffe verbraucht wie Mangan, Kobalt, Coltan, Neodym und große Mengen Lithium, deren massenhafte Verfügbarkeit  äußerst  fragwürdig und teilweise extrem Umweltschädigend ist.
Dazu kommt die milliardenteure Wertminderung derzeitiger Diesel- PKW und leichten Nutzfahrzeuge.
Die flächendeckende Versorgung mit Ladestationen ist kostspielig und zeitaufwendig: Heute wird ein PKW an einer Mineralöltankstelle in einigen Minuten betankt, dagegen müssen für eine gleichartige Versorgung von Elektromobilen mit Schnelllladezeiten  von mindestens 30 Minuten eine Vielzahl von geeigneten Stationen bereitgestellt werden, deren Stromversorgung neue Leitungsverlegungen im Mittelspannungsnetz nötig macht mit gewaltigen Kosten, und für die der Platz in Städten nicht vorhanden ist.
Dazu kommt noch die ungerechte Kostenbelastung aller privaten Stromkunden, da die Leitungskosten auf alle Stromverbraucher (Ausnahme stromintensive Industrie) umgelegt werden wird, auch wenn kein E- Fahrzeug vorhanden ist.

Die Neuanschaffung der Elektro- PKW ist trotz Subvention sehr teuer. Dabei ist unbestritten, dass es viele sinnvolle Anwendungen von kleineren Elektrofahrzeugen gibt wie z.B. Lieferverkehr, Pflegedienste, Taxi.
Aber was geschieht mit verbrauchten Akkus?

Wie soll aber der hohe Kraftstoffverbrauch von LKW, Bau- und Landmaschinen, Schiffen und Flugzeugen durch Elektrifizierung ersetzt werden?

Elektro- PKW sind deshalb als Nischenkonzept anzusehen, Elektrifizierung kann absehbar nicht auf alle Mobilitätsmodi übertragen werden.

Überdies ist das Problem der Stromspeicherung völlig offen, insbesondere  auch für einen Krisenfall! Größere Batteriefarmen sind wenig leistungsfähig und extrem teuer, Pumpspeicher- Kraftwerke wären sehr effizient, aber ebenfalls aufwendig und lokal meist unerwünscht. Die derzeitige gesamte Speicherkapazität für Strom liegt im Bereich von wenigen Stunden.
Fazit: Elektromobilität ist mit Problemen bezüglich Reichweiten und Verfügbarkeit von Ladestationen behaftet, teuer, nicht krisensicher, und nicht nachhaltig.

Betrachtet man die beiden bekannten Prozess- Schritte Power-to Gas  (PTG) und Gas- to- Liquid (GTL), so zeigt sich, dass hier derzeit voraussichtlich der einzige Weg zu langfristig nachhaltiger Mobilität existiert. Dies war auch die Einschätzung von Fachleuten auf der Pariser Klimakonferenz von 2015, mit einem allerdings längeren Zeithorizont.

PTG und GTL machen aus Wasser und Luft- CO2 unter Energieeinsatz die nachhaltige Erzeugung von Flüssigkraftstoffen wie Benzin, Diesel und Kerosin möglich.

Hierzu haben sich viele namhafte Experten wie z.B. Prof. Pischinger, RWTH Aachen geäußert, Bundesministerin Wanka hat in Dresden eine Pilotanlage von Fa. Synfuel besucht, dort ein Projekt mit Fa. Audi vorgestellt, und in Norwegen soll eine Großanlage zur industriellen Produktion von Nordic Blue Crude gebaut werden. Ein Airbus A 380 ist im Februar 2008 bereits mit synthetischem Kerosin geflogen!

Mit diesen Kraftstoffen gibt es kein teures Leitungsproblem mehr, da in Deutschland insgesamt 500.000 km Gasleitungen liegen, die zum Anschluss von verbrauchernahen Konversionsanlagen (GTL) genutzt werden könnten, dazu riesige Kavernen zur Speicherung des Gasbedarfs für etwa 3 Monate. Also auch kein neues teures Speicherproblem mehr!

Synfuel ist derzeit noch zu teuer, um konkurrenzfähig gegenüber mineralischen Kraftstoffen zu sein, auch wenn es weitere Möglichkeiten zur Erzeugung gäbe, nachhaltig (Ausgang Biomasse) und sogar für Übergangszeiten nicht nachhaltig (Ausgang Kohle oder Erdgas). Da das für den Prozess PtG (Power-to-Gas), Brenngas, mittels elektrischer Energie erzeugt )nötige CO2 aus der Luft entnommen wird, könnte hierfür ein Bonus für diese (temporäre) CO2- Senke angebracht sein.
Es ist zu erwarten, dass bei großtechnischer Erzeugung und durch technische Weiterentwicklung der Prozesse ganz erhebliche Kostensenkungen erzielt werden können. Diesbezügliche Schätzungen findet man auch bei der Planung der Anlagen von Nordic Blue Crude.
Der Aufbau von zentralen Industrieanlagen zur Herstellung von Synfuel könnte ein wichtiger Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen in stillzulegenden Braunkohlerevieren sein!

Wieso wird gerade jetzt nach den Diesel- Urteilen nicht breit über diesen Ausweg diskutiert, in der Presse geschrieben, geforscht und investiert? Oder gar die Einführung mit steuerlichen Mitteln gefördert, z.B. indem der Stromverbrauch bei der elektrolytischen Zerlegung von Wasser zuallererst von der EEG- Umlage befreit, mineralölbasierter Dieselkraftstoff verteuert, Synfuel vergünstigt wird.

Allerdings werden gewaltige Strommengen und Wasser benötigt. Im „Handelsblatt“ vom  7./8./9.02.2020 ist eine Weltkarte dargestellt mit Gebieten , die sich gut zur Herstellung von grünem Wasserstoff eignen. Um zu dem dann in der Zwischenstufe erzeugbarem Methan zu gelangen, das sich besser speichern und transportieren lässt, könnten lokal Konversionsanlagen gebaut werden.
Man würde dabei die Abhängigkeit von z. t. instabilen Regionen mit Rohöl und Erdgas zu neuen Abhängigkeiten von diesen geeigneten Gebieten tauschen, nichts Neues und nicht unbedingt ein Nachteil.

Insgesamt könnte in Deutschland ein Know- How Vorsprung entwickelt werden, wenn sich in absehbarer Zukunft synthetische Kraftstoffe sich durchsetzen!

Die technischen Angaben im Beitrag dazu sind im Wesentlichen von Herrn Dr. Ing. Ulrich Breitling (TU Berlin), MSc (Caltech, USA). Dieser war viele Jahre in leitender Funktion bei einem namhaften Automobilhersteller in Forschung und Entwicklung tätig.

Außerdem aus aktuellen Beiträgen: Februar 2020 vom Handelsblatt und div. Recherchen aus Politik und öffentlichen Diskussionen.

 

Bromm Edmund

Reisingerstr. 10

85737 Ismaning bei München

Ruf: +49 89 965077

E-Mail: edbromm@gmail.com

 

Weitere Info dazu:

https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/energiequelle-heilsbringer-oder-illusion-das-potenzial-von-wasserstoff-im-faktencheck/25507310.html

Verpressungen und Abdichtungen

85737 ISMANING Reisingerstrasse 10

Tel. 089 965077                                                                  e-mail: edbromm@gmail.com

 

Verpressungen gegen eindringendes Grund – oder Hangwasser.

 

Viele der Hausbesitzer sind erschüttert, wenn sie feststellen, dass Ihr Keller feucht wird oder gar Wasser eindringt. Dies löst oft eine Reihe von Problemen aus. Unter anderem, dass es im Keller zu Fäulnisschaden kommt. Alles organische Material was auf dem Boden steht und mit Wasser in Berührung kommt fängt an zu faulen. Schimmelpilze entstehen in den Kellerräumen, es modert.

Des Öfteren muss auch die Feuerwehr gerufen werden um den Keller auszuräumen und auszupumpen und so weiter.Gerade in den letzten Jahren kann man feststellen, dass es häufiger zu diesen Problemen kommt.

Die Gründe können verschieden sein: das Ansteigen von Grundwasser aber auch durch erhöhte Niederschläge und zwar innerhalb kürzester Zeiträume. Auch durch die Reparatur bzw. Abdichtung der Abwasserkanäle kommt es zu einem Anstieg vom Grundwasser bzw. Schichtenwasser.

Diese Not macht sich eine Reihe von Firmen zu nutze und versprechen dem Hausbesitzer zu helfen in dem sie den Keller abdichten. Sehr oft kann man erleben, dass ein sehr billiges Angebot erstellt wird und auch, dass sich dieses Angebot als sogenanntes Einsteigerangebot herausstellt. Die Rechnung fällt dann meist wesentlich höher aus.

Eine wasserdichte Wanne

Besonders diffizil ist die Angelegenheit, wenn die Hausbesitzer der Meinung waren, bei ihrem Haus handelt es sich um eine dichte Wanne. Die Enttäuschung ist auch groß, wenn man bei Untersuchungen feststellt, dass statt Beton (der als Ortbeton gegossen wird), es sich um Betonsteine (die vermauert wurden), handelt.

Hier eine nachträgliche Abdichtung herzustellen ist fast ausgeschlossen. Es helfen die schönsten Versprechungen und Urkunden auch nicht darüber hinweg, dass es insbesondere an der Statik des Gebäudes liegt, dass keine nachträglichen Abdichtungen hergestellt werden können.

Es gilt nämlich die Gesetzmäßigkeit, dass der Wasserdruck nur aufgenommen werden kann, wenn eine dementsprechende Verankerung oder der Wasserdruck mit einem „Gegengewicht“ ausgeglichen wird. Dies bedeutet auch, dass z. B. wenn davon auszugehen ist, dass außen ein Meter Wassersäule über dem Kellerfußboden ansteht bei einer nachträglichen Abdichtung mindestens 50 cm Beton aufgefüllt werden müsste. Da dieser doppelt so schwer ist, reicht die Hälfte der Wasserhöhe. In den meisten der Fälle ist dies jedoch technisch nicht machbar.

Eine ganz andere, aber auch wichtige Betrachtung ist, dass wenn Wasser in ein Gebäude eindringt nie genau kontrolliert werden kann, woher dieses Wasser kommt. Außerdem, wenn diese eine Stelle abgedichtet wird, könnte es durch das ansteigen des Wassers an einer anderen Stelle, die bisher nicht betroffen war, wieder austreten. Dies dadurch, weil durch die bisherige Fehlstelle eine Entlastung vorgenommen wurde. Es baut sich also ein erneuter Druck auf und Wasser kann an anderer Stelle eindringen.

Genauso problematisch bleibt bei Undichtigkeiten in Beton, dass es sich dabei um sogenannte Kiesnester handeln könnte, wobei ebenfalls davon auszugehen ist, dass wenn eine Stelle dicht ist, dann an einer anderen Stelle das Wasser eindringen kann.

Die Grundwasserstände unterliegen erheblichen Schwankungen.

Nach einer Verpressung wird so manchen Bauherrn oft suggeriert, die bis dahin erfolgte Abdichtung war schon ein Erfolg. Dabei handelte es sich nur um das zurückweichen des Wasserstandes.Zu berücksichtigen ist außerdem noch, dass oft nach dem das Grundwasser sich wieder absenkt, die eigentliche Fehlerquelle nicht mehr zu ermitteln ist. Oft kann man diese falsche Einschätzung jedoch erst nach einem erneuten ansteigen des Grundwassers feststellen, was jedoch auch Jahre dauern kann. Die dadurch notwendigen Nacharbeiten sind somit kein erneuter Mangel. Es ist denkbar, dass mehrmals eine Verpressung durchgeführt werden muss.

Der Keller kann von innen abgedichtet werden

Nun solle nicht der Einruck erweckt werden, eine nachträgliche Abdichtung von der Innenseite ist in jedem Falle auszuschließen. Es gibt durchaus Fälle bei denen eine Abdichtung sinnvoll ist, jedoch bedarf es hier sehr guter Fachkenntnisse und auch ein gewissermaßen ehrliches Verhalten. Insbesondere auch die Information an den Hausbesitzer, was machbar und was nicht machbar ist.

So ist es durchaus denkbar, wenn z.B. während der Bauzeit zwischen der Schalung bei dem Erstellen des Betoniervorganges entweder ein Stück Holz oder auch ein Metall oder sonstiger Gegenstand in diese Schalung fällt, so dass diese keine ausreichende Betonüberdeckung aufweist, zu einer Undichtigkeit führen kann. Eine solche Fehlerstelle ist, wenn sie erst gefunden ist, ohne Problem abzudichten.

Ganz anders sieht es aus, wenn z.B. zwischen der Bodenplatte und der aufgehenden Wand kein Fugenband verwendet wurde. Es kann dann schon bei den geringsten Setzungen oder auch den thermischen Bewegungen zu einer Undichtigkeit wegen geringfügigen Bewegungen kommen.

Hier ist oft eine Abdichtung möglich. Jedoch schon ungleich problematischer und dies setzt ebenfalls sehr viel Fachwissen voraus. Selbstverständlich spielen auch die Materialauswahl und die qualifizierte Ausführung durch die Handwerker eine wichtige Rolle.

Der deutsche Holz- und Bautenschutzverband DHBV, ein Zusammenschluss von qualifizierten  Fachbetrieben, hat für solche Arbeiten ein Merkblatt bzw. ein Empfehlungsblatt  für die Bearbeitung solcher Probleme herausgegeben. So dass sich auch der nicht so fachkundige, an Hand der Beschreibung orientieren kann welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Auch einige Materialhersteller haben ihre Verarbeitungsrichtlinien mit solch qualifizierten Merkblättern ausgerüstet.

Jedoch bleibt die Problematik wie oben beschrieben und deshalb sollte genau und sorgfältig geprüft werden, welche der Maßnahmen zum Erfolg führen ! …..können.

Normenwerke; Merkblätter; Verarbeitungshinweise. Siehe auch: http://www.wta.de/

 

Abdichtungen – was geht – was nicht

Aktuelles

Veröffentlicht am  von 

 Bauzentrum München  Dienstag 16-18 Uhr

Infoabend zum Thema Schimmelbekämpfung

Der Eintritt ist kostenlos

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weitere Termine: VHS München Pasing

Dazu noch etwas Information

„Vorsicht Schimmel“

In den letzten Jahren nimmt die Problematik mit den Schimmelpilzen stark zu.

Kaum eine Woche ohne spektakuläre Berichterstattung in den Medien.

Wieso ist dieses Thema so aktuell?

Es wird ständig „modernisiert“. Wir verändern fortwährend unsere Wohnungen ohne darüber nachzudenken welche Auswirkungen dies haben kann. Die „alten“ Baumaterialien werden durch „moderne“ ersetzt. Neue Fenster werden eingebaut, die neuen Möbel werden genau eingepasst, die Heizung wird erneuert. Alles wird noch mit gut deckenden Farben neu gestrichen und außerdem alle Fenster mit raumhohen Vorhängen ausgestattet usw.

Es ergeben sich Veränderungen in den Wohngewohnheiten, unabhängig von den Energiekosten.

Z. B. bleibt das Schlafzimmer oft kalt, während die übrigen Räume schön warm gehalten werden. Jedoch kommt durch den Luftaustausch (die Türe bleibt am Abend offen) die Feuchte von den warmen Räumen auf die kalten Oberflächen und schon entsteht Tauwasser.

Weil wir uns immer mehr mit Allergien und Krankheiten auseinandersetzen müssen, soll dieser Aufsatz dazu beitragen, dass die Thematik sachlicher betrachten werden kann.

Die Streitigkeiten zwischen den Parteien nehmen ständig zu. Die Gerichte, Anwälte und Sachverständige verdienen sich eine goldene Nase. Sie kennen sicher genügend Beispiele – ob sie nun Vermieter oder Mieter sind.

Sie wissen auch, wie hilflos man ist, wenn man fachliche Hilfe braucht. Sie fragen drei „Fachleute“ und erhalten vier Meinungen.

Heute ist es leider üblich geworden, Geschäfte mit der Angst der Menschen zu machen.

Dabei wird nicht mehr auf das Einzelproblem eingegangen, sondern oft nur pauschaliert. Es gibt jedoch Menschen die sind gegen alles Mögliche, auch gegen eine ganz bestimmte Art von Schimmel allergisch. Dies sollte jedoch nur der Facharzt ermitteln und nicht jeder „Sanierer“, auch dann nicht, wenn er sich als „Baubiologe“ ausgibt.

Wie „gesundheitsschädlich“ ist der Schimmel?

Es gibt viele Menschen die dauernd mit Schimmel zu tun haben. Ich denke,  jeder kann sich vorstellen, ein Gärtner oder Landwirt hat ständig mit Schimmel zu tun und wird nicht gleich erkranken. Genauso haben wir mit Schimmel zu tun, wenn wir einen Spaziergang im Frühling oder Sommer im Wald unternehmen. Hier gibt es Schimmel ohne „Ende“, sollten wir darauf verzichten? Und, es gibt auf der ganzen Welt keinen schimmelpilzfreien Bereich, denn auch dieser gehört zu unserem Leben.

Freilich, er sollte nicht im Schlaf- oder Kinderzimmer gezüchtet werden. Aber wie so oft sind auch hier, die Befallsfläche und die Zeit (der Aufenthalt in solchen Räumen) entscheidend.

Schimmelbefall ist immer auch ein hygienisches Problem, das umgehend beseitigt werden soll. Der menschliche Organismus kann normalerweise mit Schimmelpilzen gut fertig werden.

Durch starken Schimmelbefall in Wohnungen können jedoch unzulässig hohe Konzentrationen entstehen. Nun gibt es Menschen mit geschwächtem Immunsystem und für diese kann eine Gesundheitsgefahr bestehen. Es kann zu Atemwegsleiden und Allergien führen.

Kleinere Flächen sind einfach mit 70%igem  Alkohol „umweltfreundlich“  zu bekämpfen.

Nachdem der Schimmel mit einfachen Hausmitteln bekämpft wurde, hört man oft, es hilft nicht, weil dieser nach kurzer Zeit wieder auftaucht.

Bei idealen Bedingungen für das Wachstum ist dies durchaus möglich. Einige Arten können über Nacht wieder wachsen. Wenn man dies voraussetzt, so wird auch klar, warum die so genannten harmlosen, einfachen Präparate immer wieder in Verruf kommen, aber Firmen die ihre Produkte, auf Grund ihrer fungiziden Einstellung oder mit relativ giftigen Substanzen herstellen, einen wesentlich besseren „Erfolg“ aufweisen.

Es gibt eine Menge von fertig gemischten Produkten in Drogerien, bei Bautenschutzmittelherstellern oder in Baumärkten. Wenn diese „giftfrei“ und auch durch die Behörden geprüft sind, (grüner Engel) sollten sich auch keine Probleme ergeben.

Man sollte und darf bei diesem Thema, nicht übertreiben!

Das Umweltbundesamt hat 2002 ein Merkblatt über die gesundheitlichen Risiken durch Schimmelbefall bei Lebensmitteln veröffentlicht.

Die Feststellung einer Schimmelpilzquelle im Innenraum ist nicht gleichzusetzen mit einer akuten Gesundheitsgefährdung der Raumnutzer!

Das Ausmaß der Gesundheitsgefährdung ist abhängig von der Art des Schadens und der Empfindlichkeit der Raumnutzer und kann im Einzelfall aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten meist nicht genau quantifiziert werden.

Da aus epidemiologischen Studien aber eindeutig hervorgeht, dass mit Feuchteschäden und Schimmelpilzwachstum im Innenraum gesundheitliche Beeinträchtigungen einhergehen können, sollte Schimmelpilzwachstum im Innenraum als hygienisches Problem angesehen und nicht hingenommen werden.

Es sollte auch in diesem Bereich das Vorsorgeprinzip Anwendung finden, nach denen Belastungen zu minimieren sind (Minimierungsgebot), bevor es zu Erkrankungen kommt. (Entnommen aus dem Leitfaden „Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und „Sanierung“ von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen.“)

Diese Äußerung nimmt nur einen sehr kleinen Platz in der mit 80 Seiten aufgemachten Broschüre ein. Es wäre sicher auch passender gewesen, statt „Schimmelpilzsanierung“ diese mit „Maßnahmen zur Bekämpfung“ zu beschreiben.

Außerdem gilt – nach wie vor – auch die Aflatoxinverordnung.

Nach dieser sind Höchstmengen von Schimmelpilzgiften (Aflatoxinen) in einer Reihe von Lebensmitteln auf ein bestimmtes Höchstmaß begrenzt. Warum bei dieser Verordnung nur von der Lagerung von Lebensmitteln die Rede ist, ist nicht klar, sind dies doch die gleichen Schimmelpilzarten, die auch an Wand- und Deckenflächen von Tapeten oder Farbanstrichen abgenommen werden. Diese gehören systematisch zur Klasse der Ascomyceten der so genannten Schlauchpilze, und hier wiederum die meisten zur Gattung Aspergillus.

Es ist sicher einfacher zu beschreiben, welch „schönes und vielfältiges“ Gebilde da heranwächst, aber auch wie gefährlich einige Pilze sein können. Schwieriger wird es, wenn klare Angaben gemacht werden müssen, wie der Schimmel erst gar nicht wachsen kann. Hierbei müssen sowohl die Baustoffe aber auch die chemischen und physikalischen Besonderheiten berücksichtigt werden.

Dass viele dieser Schriften jedoch nicht dazu beitragen die Ängste und Übertreibungen einzudämmen, ist für mich offenkundig.

Trotzdem ist eine Bekämpfung des Pilzes in Wohn- und Aufenthaltsräumen geboten, da einige Vertreter der Schimmelpilze in der Lage sind, Toxine (giftige Substanzen) zu bilden. Und es ist auch bekannt, dass einige Menschen gegen eine bestimmte Art dieser Pilze allergisch reagieren können.

Wenn man die Medien studiert, wird für die Schimmelbekämpfung alles Mögliche eingesetzt und auf der Krankmacherwelle geritten. Durch Zeitschriften für den Haus- und Grundbesitzer und auch im Internet wird versucht, mit den Ängsten der Menschen das schnelle Geld zu machen.

Auch bei sehr einfachem Befall, z. B. hinter einem Bild wird ein dunkler Fleck gesichtet, wird sofort mit schwerem Geschütz dagegen gehalten. Auch viele „Sachverständige“ bieten ihre Hilfe an, eine genaue Untersuchung der Schimmel vorzunehmen und die notwendigen (aber oft nicht gerechtfertigten) Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Ich besuchte vor kurzem eine Veranstaltung, bei dieser wurde allen Ernstes behauptet: „zur Bekämpfung des Schimmelbefalls muss der gesamte Putz mit abgeschlagen werden“. Hier wurde mit Sicherheit übertrieben. Schimmel kann normalerweise im Verputz nicht wachsen. Dieser kann auch ohne den Verputz zu erneuern „ausgemerzt“ werden.

Woher kommen die Schimmelpilze?

Schimmelpilze sind an der Zersetzung von organischem Material beteiligt und spielen damit eine wichtige Rolle im Kreislauf der Natur. Ihre Konzentration in der Außenluft ist je nach Ort, Klima, Tages- und Jahreszeit großen Schwankungen unterworfen.

Diese Schwankungen werden durch natürliche Einflüsse hervorgerufen, beispielsweise durch Änderung der Temperatur und Feuchtigkeit im Jahresverlauf sowie durch Abhängigkeit von der geographischen Lage, Ansammlung von verrottendem Material oder Aufwirbelung von Erde.

Weiterhin können Schimmelpilze auch durch Produktionsprozesse freigesetzt werden, wie z.B. in Kompostierungsanlagen, Wertstoffsortierungsanlagen, Tierhaltungsanlagen oder in der Forst- und Landwirtschaft.

Das Schimmelpilzwachstum im Innenraum wird hauptsächlich durch drei Faktoren bestimmt: Feuchtigkeit, Nährstoffangebot und Temperatur.

Weitere Faktoren, die das Wachstum oder bestimmte Stoffwechselvorgänge beeinflussen können, sind der pH-Wert des Substrates, Licht (Sporenbildung), der Sauerstoffgehalt der Luft sowie chemische Substanzen.

Schimmelpilze können in einem weiten Temperaturbereich (ideal sind jedoch 18-25°) wachsen.

Diese brauchen jedoch immer auch einen Nährboden!

Durch Feuchtigkeitszufuhr beginnen organische Substanzen zu faulen. Im Keller werden auf dem feuchten Boden Kartons, Papier und Holz gelagert. Es bilden sich Moderfäulepilze. Diese Pilze wachsen und vermehren sich in rasantem Tempo – denken wir nur an altes Brot. Der so genannte Pilzrasen ist aber auch auf anderen Lebensmitteln oder auf Tapeten durch seine blaugrünen, bräunlichen oder weißen und schwarzen Flecken erkennbar. Die sichtbaren Teile der Pilze sind vergleichsweise harmlos und leicht zu entsorgen. Das Mycel, das Pilzgewebe also, ist dagegen meist unter dieser Oberfläche tief eingedrungen. Die Pilzsporen verteilen sich überall in der Luft.

Ursachen für Pilzbefall

In vielen Fällen ist eine ungenügende Wärmedämmung des Mauerwerks und das dadurch entstehende Kondenswasser die Ursache für das Wachstum. So sind beispielsweise Dächer und Keller nicht oder nur ungenügend gedämmt. Balkonplatten sind nicht thermisch getrennt, Fugen und Anschlüsse sind undicht, es kommt zu Wärmebrücken. „Aufsteigende“ Feuchte und fehlerhafte Anstriche (außen aber auch innen) etc. tun ein Übriges zur Begünstigung der Tauwasserbildung und somit der Vermehrung des Pilzbefalls.

Wie eingangs aufgeführt sind auch andere Einflüsse insbesondere Möblierung; Nutzung sowie Heizungsanordnung usw. entscheidende Parameter ob Pilze sich auf Wand- und/oder Bodenflächen entwickeln können. Es hängt weiter auch davon ab, ob die für ihr Wachstum nötige Feuchtigkeit – ausreichend lange – im Bereich der Tapeten bzw. des darunterliegenden Wandputzes enthalten ist.

 

Bauphysikalische Ursachen für Schimmelbildung in Wohngebäuden und Tauwasserausfall.

Wird Luft mit einem bestimmten Wassergehalt abgekühlt, wobei der Wassergehalt (in g/m³) zunächst der gleiche bleibt, dann steigt mit der Abkühlung die relative Feuchte, da der maximal aufnehmbare Wassergehalt der Luft abnimmt. Die Abkühlung der Luft ist bei gleichem Wassergehalt solange möglich, bis die relative Luftfeuchte 100 % beträgt, dann ist der Taupunkt erreicht. Bei weiterer Abkühlung fällt die überschüssige Feuchtigkeit als Tau, Regen oder Nebel aus.

Beispiele dafür sind: Tauwasserbildung an der Oberfläche eines Bierglases in einem Biergarten. Hier läuft jede Menge Wasser herunter. Oder Brillenträger kennen den Effekt, wenn sie einen warmen Raum betreten.

Die Hausfrau schimpft, wenn wir eine kalte Flasche aus dem Kühlschrank nehmen und auf den Tisch stellen, usw.

Der gleiche Effekt tritt ein, wenn Tauwasserbildung an kalten Oberflächen z.B. Fensterscheiben bei niedrigen Außenlufttemperaturen oder in Wärmebrückenbereichen z. B. Außenwandecken ausfällt. Aber im Gegensatz zum Bierkrug sehen wir das Wasser nicht, weil dies von der Wand sofort aufgesaugt wird.

Bekämpfung von Schimmelpilzen

Keine Angst, Sie müssen nun weder tage- oder wochenlang evakuiert werden, noch mit Mundschutz und Schutzanzug durch Ihre Behausung laufen. Gegen die unliebsamen Untermieter gibt es Abhilfe.

Nachfolgend eine Auflistung aller notwendigen Maßnahmen:

  • Technische Schäden wie z. B. undichte Regenrinnen, schadhafte Fensterbankanschlüsse, undichte Fugen im Fassadenbereich, Geschossdeckenrisse, Fenster bzw. Türanschlussfugen und ähnliches müssen repariert bzw. abgedichtet werden.
  • Anstrichsysteme – hauptsächlich auf organischer Basis – müssen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft werden. Ein Fassadenanstrich sollte grundsätzlich wasserabweisend (jedoch noch gut wasserdampfdurchlässig) sein. Auch ein Mineralfarbenanstrich allein weist noch keine hydrophobierende (wasserabweisende) Eigenschaft auf. Jeder gute Malerbetrieb und Farbenhersteller wird Ihnen diesbezüglich Auskunft erteilen.
  • Die Wände müssen gegen aufsteigende Feuchtigkeit horizontal (im Querschnitt) abgedichtet werden (Trockenlegung). Denn eine geringe Feuchtigkeitsaufnahme des Baustoffes verursacht schon eine ganz erhebliche Reduzierung der Wärmedämmung.
  • In so genannten Nassbereichen – Küchen und Bäder – ist wichtig, dass die Oberflächen gekachelter Wände sowie Anstriche und Fugenabdichtungen von Zeit zu Zeit gereinigt bzw. desinfiziert werden.
  • Nach dem Baden oder Duschen ist das Lüften besonders wichtig, dabei sollte die Tür zur Wohnung geschlossen bleiben. Ideal ist eine Zwangsentlüftung die auch noch einige Minuten nachläuft.
  • Die Möbel, Betten sowie Schränke und Vorhänge müssen eine ausreichende Luftzirkulation gewährleisten. Der Abstand zur Wand sollte mindestens 5 cm (besser 10 cm) betragen.
  • Bei großen Schränken und Einbauküchen ist auf gute Hinterlüftung (aber auch auf eine mögliche Beheizung) zu achten, es müssen ausreichende Lüftungsöffnungen unten und oben vorhanden sein.
  • Große Bilder oder Wandverkleidungen – in der Regel aus Holz oder Styropor wirken ebenfalls als innenliegende Wärmedämmung und verschlechtern häufig die Luftzirkulation und damit die Klimasituation, selbst wenn diese Konstruktionen auf Abstandleisten aufgebracht sind.
  • Teppichböden in den am ehesten gefährdeten Räumen, z. B. im Badezimmer oder im Keller, sind ein idealer Untergrund für das Wachstum von Schimmelpilzen. Im Flor kann sich durch Ablagerungen von organischem Material (z. B. Staub, Milben, Hautreste etc.) ein guter Nährboden entwickeln. Es sollte daher in diesen Räumen z. B. auf Teppiche verzichtet werden.
  • In den Laibungen der Fenster und Türen sollten keine Tapeten aufgebracht werden. Denn beim Lüften kühlen diese Flächen schneller aus und die Gefahr von Kondenswasserbildung ist gerade an diesen Schwachstellen besonders groß.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht durch langes Duschen oder Baden, Waschen oder Kochen in kleinen Räumen, aber erst Recht durch das Trocknen der Wäsche.
  • Es ist daran zu denken: wenn gewaschen wird kommen aus der Maschine 6 kg feuchte Wäsche und diese wiegt nach dem trocknen nur noch 2 kg. Wo verbleiben denn die 4 kg?

Eine gute Be- und Entlüftung in diesen Räumen ist dann besonders wichtig.

Völlig unverständlich ist, dass in vielen Wohnungen mit Schimmelpilzschäden elektrisch betriebene Luftbefeuchter in Betrieb sind oder man Wasser über Gefäße aller Art an den Heizkörpern verdunsten lässt. Dabei werden einige Liter Wasser zusätzlich in die Wohnung abgegeben. Außerdem kann auch übermäßiges Gießen von Blumen mit zu einer Erhöhung der Feuchtsituation beitragen. Eine Minderung der Wasserdampfkonzentration soll dann durch anschließendes kräftiges Lüften erreicht werden. Es ist sicherlich besser, kurz – und dafür öfter zu Lüften.

Wenn Schimmel großflächig auftritt, sollte die Bekämpfung durch den Fachbetrieb erfolgen!

Zunächst muss jedoch immer die Schadensursache ermittelt werden. Dass dazu ein Fachwissen erforderlich ist, sollte klar sein. Nur weil sich jemand als Baubiologe ausgibt (dieser Begriff ist nicht geschützt) ist sicher nicht immer ausreichend. Hier muss man sich ständig weiterbilden, man denke nur an die vielen neuen Baustoffe sowie an chemisch behandelte Materialien.

Nach Ab,- bzw. Austrocknung der Baustoffe oder Verbesserung der Wärmedämmungen (Beseitigung von Kondenswasserschäden) kann mit so genannten pilztötenden (fungiziden) Anstrichen die Oberfläche wieder neu behandelt werden. Gute fungizide Anstriche aber auch Kalziumsilikatplatten (sogenannte Wohnraumplatten) bleiben jahrelang frei von Pilzbewuchs, selbst unter ungünstigsten Bedingungen. Dies heißt nicht, dass es ausreicht an der Innenseite eine Dämmplatte aufzubringen und alle Probleme sind gelöst.

Für die Abtötung der Bakterien und Pilze gibt es eine Reihe von Desinfektions,- oder Antischimmelmittel. Die einfachen Hausmittel wie z. B. Essig oder Alkohol sind, wenn große Flächen mit Schimmel befallen sind, nicht immer ausreichend. Aber viele der am Markt angebotenen Mittel sind mehr oder weniger giftig, und daher sowohl für den Menschen als auch für Tiere, nicht immer unbedenklich.

Das heißt, dass bei einer Sanierung unbedingt ein/e Fachmann/frau einbezogen werden sollte. Diese können Sie entweder über die Handwerkskammer; die Bau- oder Malerinnungen, den Verbraucherverbänden, bei Haus und Grund sowie im Bauzentrum München oder beim DHBV und auch bei der WTA e.V.* (siehe unten) anfordern bzw. erfragen.

Eine der wichtigsten Forderungen ist das reduzieren der Feuchte!

Dabei reicht manchmal schon ein guter und ausreichend dimensionierter Luftentfeuchter.

Das Bundesbauministerium informiert mit einer Broschüre »Richtiges Lüften beim Heizen« von Herrn Dr. Künzel (ehem. Fraunhofergesellschaft Holzkirchen).

Leider gibt es eine Reihe von Schriften und Empfehlungen die unqualifizierte Angaben machen. Sehr oft schreibt hierbei einer vom anderen ab.

Woher käme sonst der Unsinn in vielen Schriften: beim Lüften sollte die Heizung abgedreht werden – wegen der paar Minuten? Hier gehen sicher mehr Ventile kaputt als dass sich ein Spareffekt ergibt.

Oder Aussagen wie: „die Fenster mehrmals am Tag 10 bis 20 Minuten zu öffnen“. Dies darf doch nicht sein, wenn es draußen warm und feucht ist!

Wie wird richtig gelüftet? ­­­

Es gibt eine Menge unklarer Anweisungen und Erklärungen. Was bedeuten z. B. Ausdrücke wie „Stosslüften“, „Dauerlüften“, „Feuchte- oder temperaturabhängiges Lüften“ etc.?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass warme Luft wesentlich mehr Wasser aufnehmen kann als eine kalte. Z. B. kann eine 20°C warme Luft max. 17,3 Gramm Wasser enthalten, jedoch nur 4,5 Gramm bei 0°C. Aber 4,5 Gramm ergeben bei 20°C Grad Wärme nur ca. 25 % relative Luftfeuchte.

So ist klar, warum im Winter in unseren Wohnräumen sehr trockene Luft herrschen kann.

Zwar soll „verbrauchte“ Luft erneuert werden, doch muss durch gezieltes und regelmäßiges Lüften die relative Luftfeuchtigkeit niedrig gehalten werden. Besonders bei modernen dichtschließenden Fenstern erfordert das größere Aufmerksamkeit.

Richtig lüften heißt, die Luft auszutauschen und dies abhängig von Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit aber auch von der Besonderheit des Raumes (Schnitt und Möblierung) und der Möglichkeit ein Fenster oder eine Türe zu öffnen.

Oberstes Gebot: je kürzer lüften, desto besser, dafür wiederholt!

Eine Beschleunigung des Luftaustausches kann auch dadurch erreicht werden, indem wir für eine so genannte Querlüftung sorgen. Dabei wird der Effekt ausgenutzt, dass beim Öffnen gegenüberliegender Fenster (oder Türen) die Luftströmung besonders hoch ist. – Achten Sie dabei auf die Zugluft, damit keine Scheiben zu Bruch gehen!

Danach dauert es eine Zeit, (i.d.R. eine halbe oder eine volle Stunde) bis sich die Luft wieder erwärmt hat und auch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dabei wird auch u. a. gespeicherte Feuchtigkeit von Oberflächen (Wand, Möbel und Teppich etc.) aufgenommen, d. h. diese Oberflächen wirken als Puffer. Praktische Messungen haben ergeben, dass es bis zu einer halben Stunde dauern kann. Das nächste Lüften sollte auch davon abhängig gemacht werden.

Längeres Lüften, wie in der „Fachliteratur“ oft zwischen 10 und 20 Minuten angegeben, bedeutet, dass die Gegenstände in den Zimmern und auch die Oberflächen der Wände mehr (unnötig) abkühlen. Dies wiederum hat zur Folge, dass mehr Energie durch Heizen wieder nachgeführt werden muss.

Wie lange lüften?

Der menschliche Körper ist ein sehr gutes „Messgerät“. In der Frühe reagieren wir sehr empfindlich auf Temperaturunterschiede. Machen Sie folgendes Experiment: Stellen Sie sich an die dem Fenster/Türe entfernteste Stelle – am besten gegenüber. Bitten Sie jemanden, Fenster oder Türe weit zu öffnen.

Das Kippen der Fenster reicht nicht aus!

Sobald Sie spüren, dass die kalte Luft an Ihnen vorbeistreicht, wird  die Zeit gestoppt. Sie werden überrascht sein, denn es vergehen nur wenige Sekunden, meist handelt es sich um 5 -10 Sekunden.

Diese Zeit hängt auch davon ab, ob und wie stark der Wind weht. Weiter, es geht umso schneller je höher der Temperaturunterschied zwischen innen und außen ist. Dies ist i.d.R. in der Frühe und am Abend der Fall.

Ich gebe die Empfehlung, das Zehn- bis Fünfzehnfache der gestoppten Zeit zum Lüften anzusetzen, dann kann man davon ausgehen, dass der größte Teil der Luft ausgetauscht ist. Was in der Praxis bedeutet: wenn eine Minute gelüftet wird ist ein Großteil der Luft ausgewechselt. Meist wird zu lange gelüftet, da viele glauben, dass nur ein kalter Raum „frisch“ sei.

Nun kann man am Hygrometer ablesen, dass die relative Luftfeuchtigkeit in der Regel absinkt und nach einer bestimmten Zeit wiederum ansteigt und zwar deswegen, weil kalte Außenluft wenig Feuchtigkeit hat, und im Raum die Temperatur relativ schnell wieder ansteigt. Dies geschieht durch Wärmeabgabe der Wände, Einbauteile und der gelagerten Gegenstände.   

Deswegen sollte keinesfalls zu lange gelüftet werden, da sonst die Oberflächen und Gegenstände in der Wohnung unnötig abkühlen. Es bleibt für mich unverständlich, dass es Menschen gibt die in der kalten Jahreszeit den ganzen Tag die Fenster gekippt lassen. Genauso abstrus ist es, wenn im Keller (oder auch im Treppenhaus) den ganzen Winter Fenster geöffnet bleiben. Dabei ist es gleich, ob dies zur schnelleren Trocknung der Wäsche oder auch zur Verhinderung des Modergeruchs beitragen soll. Was hierbei an Wärme auch aus der Nachbarschaft (der darüberliegenden Wohnung) verloren geht ist nicht unerheblich. Die Zwischenwände sowie  die Decken- und Bodenflächen haben doch i.d.R. keine ausreichende Wärmedämmung!

Dabei ist zu beachten: 1 Grad mehr, also statt 20°C z.B. 21°C im Raum, bedeutet ungefähr 6% mehr an Energiekosten!!!

Bitte bedenken Sie: Energie, die unnötig zum Fenster hinausgelüftet wird, muss wieder nachgeheizt werden!

Und Energie kostet Geld – und wer wirft das schon gern sinnlos aus dem Fenster…

Edmund Bromm

Ehrenamtlicher Berater Bauzentrum München

Hompage: www.haus-schwamm.de

 

Die Adressen:

  • Bauzentrum München; Tel. 089 5463660
  • Handwerkskammern; die Bau- oder Malerinnungen; Verbraucherverbände; Haus und Grundbesitzerverein – diese Telefonnummern aus dem örtlichen Telefonbuch entnehmen.
  • DHBV Deutscher Holz und Bautenschutzverband e. V.  50858 Köln Tel. 02234 48455
  • WTA*  Wissenschaftlich –Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V. 80686 München; Tel. 089 578697

Welche Abdichtungsarbeiten sind im Keller machbar/notwendig?

Immer wieder gibt es heftige Diskussionen welche Abdichtungsarbeiten im Keller notwendig sind.

Wenn Keller an der Innenseite feucht sind, dann empfehlen sehr viele Fachleute: da hilft nur außen Aufgraben, Abdichten, Einbauen einer Drainanlage und dann auch noch alles mit einer Wärmedämmung versehen usw..

Vorab sollte jedoch immer genau geprüft werden, woher denn die Feuchte kommt? 

Denn dies muss nicht immer von außen sein!

Diese Feststellung ist jedoch nicht einfach, und ich kämpfe oft gegen viele alte Vorurteile. Wenn ich ein feuchtes Objekt besichtige, stelle ich oft fest, dass eine Abdichtung überhaupt nicht möglich ist. Interessant ist, kaum jemand weiß, gegen welch drückendes Wasser was, sollte abgedichtet werden und dann, auch noch wie?

Denn wenn eine Abdichtung (je nach Lastfall) sinnvoll sein sollte, so müsste man auch darüber diskutieren, wie hoch denn das Wasser an der Außenseite anstehen könnte. Aber auch wie unter dem Haus eine Ergänzung dieser Abdichtung hergestellt werden könnte. Viele Hausbesitzer wissen überhaupt nicht, ob Stauwasser entstehen kann und kennen auch die Grundwasserstände nicht.

.Meine erste Frage ist oft, wie hoch steht das Wasser im Keller?

Die Antwort ist  meist – Wasser steht nicht im Keller, „nur“ die Wände sind feucht.

Dies wird dann davon abgeleitet, dass Wasser eindringen muss, wenn innen die Wände feucht sind. Dass es auch noch andere Möglichkeiten von Feuchteschäden im Keller gibt, ist oft erst nach einer längeren Diskussion verständlich.

Ein Beispiel aus meiner Praxis.

An einem großen Gebäudekomplex in der Bundeshauptstadt wurde die Planung für die Abdichtung von einem namhaften Planungsbüro durchgeführt. Bei der Diskussion ergab sich dann, dass die Abdichtung so ausgeführt werden solle, dass diese einen Wasserdruck von

1,5 Meter standhalten müsste. Dies auch deswegen, weil in unmittelbarer Nachbarschaft ein Wasserlauf war. Dieses Gebäude war aus Ziegelstein gemauert und es war schon vorgesehen, dass als Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt die Abdichtung mit Chromstahlplatten ausgeführt werden sollte. Nun ist zwar das Verfahren durch Eintreiben der Chromstahlplatten als eines der sichersten Verfahren gegen kapillare Saugfähigkeit anzusehen.

Es ist jedoch nicht geeignet, um eine Abdichtung im Querschnitt gegen Wasserdruck herzustellen. Da Wasser (als Flüssigkeit) ja durch die Anschlussfugen zwischen den Chromstahlplatten eindringen könnte. Des Weiteren wurde diskutiert wie dem Wasserdruck von 1,5 Meter Wassersäule entgegen gewirkt werden könnte. Dabei ergab sich, dass zumindest im Bodenbereich eine 75 cm starke Betonplatte eingebaut werden müsste um diesem Druck stand zu halten. Außerdem müssten auch die Wände in einer Art Wanne nach den statischen Erfordernissen wasserdicht angeschlossen werden. All diese Maßnahmen waren jedoch sowohl räumlich als auch technisch als sinnwidrig bezeichnet worden.

Bei der weiteren Diskussion  ergab sich, dass auch eine Abdichtung mit anderen Verfahren und Produkten nicht besser abschneiden könnte.

Nach dieser Diskussion habe ich mir erlaubt zu fragen, wie oft der Keller im Laufe der letzten Jahre mit den Problemen eindringenden Wassers belastet wurde, dabei stellte sich heraus, dass in den letzten 100 Jahre nie Wasser eingedrungen ist. Hierbei zeigt sich natürlich wieder ganz deutlich, dass alleine wegen der spekulativen Stauwasserhöhe ein nicht zu vertretender Aufwand betrieben worden wäre.

Es gab noch viele Diskussionen, aber ich konnte es letztendlich durchsetzen, dass dann auf eine Abdichtung, sowohl im Mauerwerksquerschnitt als auch gegen aufstauendes oder drückendes Wasser ganz zu verzichten ist.

Stattdessen konnte ich als Sachverständiger den Vorschlag einbringen, dass eine Instandsetzung mit einem geeigneten System – aufbringen einer dampfdichten und thermisch getrennten Folie, darauf ein dichter und wärmedämmender Putz – in zwei Lagen für diese Instandsetzung geeignet ist.

Dabei handelt es sich um eine Instandsetzung der durch Feuchte und Salz geschädigten Wandinnenseite.

Eine Abdichtung an der Außenseite, sowie an der Unterseite im Mauerwerksquerschnitt könnte zwar auch eine „trockenere“ Wand ergeben. Es bleibt die Frage, ob dies nachträglich technisch überhaupt herzustellen ist?

Dabei ist zu berücksichtigen, dass trotz dieser sehr teuren Maßnahme (Abdichtung von außen) an der Innenseite die gleiche Problematik, nämlich die Tauwasserentstehung und damit der Wechsel zwischen – feucht und trocken – weiterhin stattfinden würde, was zu den bekannten Problemen führt. Nämlich, dass durch diesen Wechsel, Salze

a) Feuchtigkeit (hygroskopisch) aufnehmen, und

b) beim Abtrocknen einen sehr hohen Druck durch die Kristallisation aufbauen werden und weiterhin die Oberflächen zerstören bzw. schädigen.

Der Bierkrug im Sommer gibt ein gutes Beispiel.

Um zu verdeutlichen welche Problematik gelöst werden muss, gebrauche ich gerne den Vergleich: Man denke an einen schönen Biergarten, vor sich eine schöne kühle frische Maß und jedem wird sofort klar, dass der Maßkrug an der Außenseite beschlägt, d.h. es entsteht sehr schnell Tauwasser auf Grund der Feuchte in der warmen Luft und der kalten Oberfläche des Kruges. Wobei kein Mensch auf die Idee käme, diesen Krug an der Innenseite abdichten zu wollen, um an der Außenseite das Tauwasser wegzubringen.

Neben den vielen eigenen Messungen, sowohl der Temperaturen als auch der Feuchte in Kellern, verweise ich insbesondere auf Arbeiten von Herrn Prof. Dr. J. Dreyer und Herrn Dr. Clemens Hecht von der TU in Wien.

Denn daraus ergibt sich eindeutig, dass es bei Feuchteschäden im Keller sehr oft „nur“ Tauwasserprobleme sind.

Außerdem kam Prof. Dr.- Ing. L. Weichert (ehemals Universität der Bundeswehr München), bei Feuchte,- und Temperaturmessungen an Gebäuden, ebenfalls zu solchen Ergebnissen.

Deren Ergebnisse sind bei meinen Überlegungen entscheidend mit eingeflossen, nach abwägen von Aufwand und Ergebnis, und insbesondere der Kosten eine Instandsetzungen „nur“ noch von innen durchzuführen.

Daraus kann auch abgeleitet werden, wenn es gelingt, dass die Salze in Lösung bleiben (die Mauer also feucht bleibt) und auch die damit zusammenhängenden Kristallisationsprobleme an den Oberflächen wegfällt und außerdem die Feuchteabgabe in dem Raum verhindert wird, dann sind diese Keller hochwertig zu nutzen. Im Bedarfsfall ist es ohne Problem möglich auch eine Wärmedämmung in das System einzubauen.

Nur Nichtfachleute suggerieren den Hausbesitzern, dass durch die Feuchte, die Wände bzw. Mauern geschädigt werden. Es werden nur  Ängste geschürt, es stimmt einfach nicht, denn weder der Ziegel noch der Mörtel fault. Logisch ist aber auch, dass es hinter Sanierputzsystemen (auch mit Dichtschlämmen) auch feucht bleibt. Wände „atmen“ schließlich die Feuchte nicht aus.

Letztendlich wird die von mir (seit über 30 Jahren) gemachte Erfahrung bestätigt, dass durch eine sogenannte Innen-Instandsetzung die Mauer, aber auch der Beton zwar feucht bleibt, aber damit eine kostengünstige und sichere Sanierungsmöglichkeit möglich ist.

In diesem Zusammenhang ist auch zu fragen, was hilft in einem solchen Fall eigentlich eine Drainanlage?

Hierzu wird auch sehr oft kontrovers diskutiert.

Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?

Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?

In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drainanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.

Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht. Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor erhöhtem Wasserdruck zu schützen.

Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewogen werden.

Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.

War bisher Erdreich – und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.

Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhanden ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.

Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte  Erfolg möglich ist bleibt fraglich.

Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken – nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.

Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vibration des ganzen Hauses entstehen.

Beim Verdichten entstehen beträchtliche – auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.

Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.

In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.

Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA* ist sicher besser als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.

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Helfen Verpressungen?

85737 ISMANING Reisingerstrasse 10

Tel. 089 965077                                                                  e-mail: edbromm@gmail.com

 

Verpressungen gegen eindringendes Grund – oder Hangwasser.

 

Viele der Hausbesitzer sind erschüttert, wenn sie feststellen, dass Ihr Keller feucht wird oder gar Wasser eindringt. Dies löst oft eine Reihe von Problemen aus. Unter anderem, dass es im Keller zu Fäulnisschaden kommt. Alles organische Material was auf dem Boden steht und mit Wasser in Berührung kommt fängt an zu faulen. Schimmelpilze entstehen in den Kellerräumen, es modert.

Des Öfteren muss auch die Feuerwehr gerufen werden um den Keller auszuräumen und auszupumpen und so weiter.

Gerade in den letzten Jahren kann man feststellen, dass es häufiger zu diesen Problemen kommt.

Die Gründe können verschieden sein: das Ansteigen von Grundwasser aber auch durch erhöhte Niederschläge und zwar innerhalb kürzester Zeiträume. Auch durch die Reparatur bzw. Abdichtung der Abwasserkanäle kommt es zu einem Anstieg vom Grundwasser bzw. Schichtenwasser.

 

Diese Not macht sich eine Reihe von Firmen zu nutze und versprechen dem Hausbesitzer zu helfen in dem sie den Keller abdichten. Sehr oft kann man erleben, dass ein sehr billiges Angebot erstellt wird und auch, dass sich dieses Angebot als sogenanntes Einsteigerangebot herausstellt. Die Rechnung fällt dann meist wesentlich höher aus.

 

Eine wasserdichte Wanne

Besonders diffizil ist die Angelegenheit, wenn die Hausbesitzer der Meinung waren, bei ihrem Haus handelt es sich um eine dichte Wanne. Die Enttäuschung ist auch groß, wenn man bei Untersuchungen feststellt, dass statt Beton (der als Ortbeton gegossen wird), es sich um Betonsteine (die vermauert wurden), handelt.

Hier eine nachträgliche Abdichtung herzustellen ist fast ausgeschlossen. Es helfen die schönsten Versprechungen und Urkunden auch nicht darüber hinweg, dass es insbesondere an der Statik des Gebäudes liegt, dass keine nachträglichen Abdichtungen hergestellt werden können.

Es gilt nämlich die Gesetzmäßigkeit, dass der Wasserdruck nur aufgenommen werden kann, wenn eine dementsprechende Verankerung oder der Wasserdruck mit einem „Gegengewicht“ ausgeglichen wird. Dies bedeutet auch, dass z. B. wenn davon auszugehen ist, dass außen ein Meter Wassersäule über dem Kellerfußboden ansteht bei einer nachträglichen Abdichtung mindestens 50 cm Beton aufgefüllt werden müsste. Da dieser doppelt so schwer ist, reicht die Hälfte der Wasserhöhe. In den meisten der Fälle ist dies jedoch technisch nicht machbar.

 

Eine ganz andere, aber auch wichtige Betrachtung ist, dass wenn Wasser in ein Gebäude eindringt nie genau kontrolliert werden kann, woher dieses Wasser kommt. Außerdem, wenn diese eine Stelle abgedichtet wird, könnte es durch das ansteigen des Wassers an einer anderen Stelle, die bisher nicht betroffen war, wieder austreten. Dies dadurch, weil durch die bisherige Fehlstelle eine Entlastung vorgenommen wurde. Es baut sich also ein erneuter Druck auf und Wasser kann an anderer Stelle eindringen.

Genauso problematisch bleibt bei Undichtigkeiten in Beton, dass es sich dabei um sogenannte Kiesnester handeln könnte, wobei ebenfalls davon auszugehen ist, dass wenn eine Stelle dicht ist, dann an einer anderen Stelle das Wasser eindringen kann.

 

Die Grundwasserstände unterliegen erheblichen Schwankungen.

Nach einer Verpressung wird so manchen Bauherrn oft suggeriert, die bis dahin erfolgte Abdichtung war schon ein Erfolg. Dabei handelte es sich nur um das zurückweichen des Wasserstandes.

 

 

Zu berücksichtigen ist außerdem noch, dass oft nach dem das Grundwasser sich wieder absenkt, die eigentliche Fehlerquelle nicht mehr zu ermitteln ist. Oft kann man diese falsche Einschätzung jedoch erst nach einem erneuten ansteigen des Grundwassers feststellen, was jedoch auch Jahre dauern kann. Die dadurch notwendigen Nacharbeiten sind somit kein erneuter Mangel. Es ist denkbar, dass mehrmals eine Verpressung durchgeführt werden muss.

 

Der Keller kann von innen abgedichtet werden

Nun solle nicht der Einruck erweckt werden, eine nachträgliche Abdichtung von der Innenseite ist in jedem Falle auszuschließen. Es gibt durchaus Fälle bei denen eine Abdichtung sinnvoll ist, jedoch bedarf es hier sehr guter Fachkenntnisse und auch ein gewissermaßen ehrliches Verhalten. Insbesondere auch die Information an den Hausbesitzer, was machbar und was nicht machbar ist.

So ist es durchaus denkbar, wenn z.B. während der Bauzeit zwischen der Schalung bei dem Erstellen des Betoniervorganges entweder ein Stück Holz oder auch ein Metall oder sonstiger Gegenstand in diese Schalung fällt, so dass diese keine ausreichende Betonüberdeckung aufweist, zu einer Undichtigkeit führen kann. Eine solche Fehlerstelle ist, wenn sie erst gefunden ist, ohne Problem abzudichten.

Ganz anders sieht es aus, wenn z.B. zwischen der Bodenplatte und der aufgehenden Wand kein Fugenband verwendet wurde. Es kann dann schon bei den geringsten Setzungen oder auch den thermischen Bewegungen zu einer Undichtigkeit wegen geringfügigen Bewegungen kommen.

Hier ist oft eine Abdichtung möglich. Jedoch schon ungleich problematischer und dies setzt ebenfalls sehr viel Fachwissen voraus.

Selbstverständlich spielen auch die Materialauswahl und die qualifizierte Ausführung durch die Handwerker eine wichtige Rolle.

Der deutsche Holz- und Bautenschutzverband DHBV, ein Zusammenschluss von qualifizierten  Fachbetrieben, hat für solche Arbeiten ein Merkblatt bzw. ein Empfehlungsblatt  für die Bearbeitung solcher Probleme herausgegeben. So dass sich auch der nicht so fachkundige, an Hand der Beschreibung orientieren kann welche Maßnahmen durchgeführt werden müssen. Auch einige Materialhersteller haben ihre Verarbeitungsrichtlinien mit solch qualifizierten Merkblättern ausgerüstet.

Jedoch bleibt die Problematik wie oben beschrieben und deshalb sollte genau und sorgfältig geprüft werden, welche der Maßnahmen zum Erfolg führen ! …..können.

Normenwerke; Merkblätter; Verarbeitungshinweise. Siehe auch: http://www.wta.de/

Vortrag zum Thema: Schimmel vermeiden, beseitigen und „sanieren“.

Termin: Montag, 10.02.2020
18:30 – 19:30 Uhr

Ort Moosach
MVHS in Moosach, Baubergerstr. 6a
Gebühr Gebührenfrei
Anmeldung erbeten

Frei von Schimmel: vorbeugen und sanieren

 

Schimmel in der Wohnung ist eklig und kann Allergien auslösen. Oftmals entsteht Schimmel nach Modernisierungen, vor allem wenn die einzelnen Maßnahmen nicht gut aufeinander abgestimmt waren. Allerdings muss in der Heizsaison immer darauf geachtet werden, dass an den Wänden kein Tauwasser entsteht, welches dem Schimmel einen perfekten Nährboden bereitet. Der Vortrag erklärt, wie Schimmel vermieden oder wieder beseitigt werden kann und wie die Wohnung im schlimmsten Fall fachgerecht zu sanieren ist.

 

Hier wird anhand von vielen Parametern gezeigt wie der Zusammenhang zu bewerten ist. Welche Möglichkeiten es gibt, um eine Verbesserung der Gesamtsituation zu erreichen.

Siehe auch: https://www.youtube.com/watch?v=cHLng7YpQj8&feature=share