Der Bayrische Rundfunk berichtete zum Thema richtig heizen und lüften

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Verbrauchertipp: Hilfe gegen Schimmelpilz

Schimmelpilze bilden einen natürlichen Teil unserer Umwelt – wir leben mit ihnen: immer und überall. Übersteigt die Konzentration der Fäden und Sporen jedoch ein bestimmtes Maß, wird der an sich harmlose Pilz zum Problem. An den Wänden bilden sich grau-bläuliche Flecken. Hässlich und noch mehr: Bestimmte Schimmelpilzarten bilden Toxine und die verursachen beim empfindlichen Menschen Allergien: Atemwegsprobleme, Asthma, im allerschlimmsten Fall Infektionen. Vor allem im Winter zeigt sich der Pilz an kritischen Stellen in Haus und Wohnung, offenbart undichtes Mauerwerk und Kältebrücken, Baufehler oder falsches Heiz- und Lüftverhalten der Bewohner. Eine dauerhafte Sanierung ist teuer, dennoch lässt sich viel Geld sparen, wenn man weiß, welche Maßnahmen tatsächlich sinnvoll sind.

 

Dazu gab es ein Interview mit dem Sachverständigen für Feuchteschäden und Schimmel.

Edmund Bromm aus Ismaning. Er ist ehrenamtlicher Berater im Bauzentrum der Stadt München.

 

Die Fragen von BR

Herr Bromm……..Klassische Situation: Altbau mit neuen Fenstern und neuer Heizung: Warum ist das im Hinblick auf Schimmelpilze so kritisch zu betrachten?

 

Die neuen Fenster sind sicher nicht schuld. Höchstens derjenige, welcher die neuen Fenster eingesetzt hat und keine ausreichende Dämmung einbaut hat oder wenn schlampig verputzt wird und so Wärmebrücken entstehen. Somit kommt es oft zu Kondenswasser in den Laibungen.

Das wichtigste ist, das Lüftungsverhalten muss verändert werden.

Früher war es der Holz- oder Kohleofen, der für einen Luftaustausch gesorgt hat. Alles was an Luft durch den Kamin ging, wurde von außen durch die undichten Fenster und Türen nachgesaugt. Und kalte Luft hat nur wenig Feuchte, deswegen war es auch oft zu trocken.

Wenn nach dem Fenstereinbau noch tapeziert wird, ergeben oft der Kleister und die Zellulose aus Tapeten ideale Bedingungen und sind Nahrung für Schimmelpilze.

Aber auch viele Anstriche mit organischen Bindemitteln können faulen.

 

BR 2.        Was sind Schimmelpilzquellen?

Mülleimer, Kompost, Pflanzenerde – das kann zu stärkerer Konzentration in der Innenluft führen.

Ich denke auch an die Teppichböden. Insbesondere in nicht unterkellerten Räumen oder im Erdgeschoss mit kaltem Keller. Hier kann der Hausstaub richtig schön vor sich hinfaulen.

 

BR 3.        Wann und wie kann ich selbst aktiv werden?

Z.B. durch richtiges Lüften und auch ausreichend heizen.

Wenn das Schlafzimmer schon kalt sein soll, dann auch die Türen schließen. Sonst kommt die warme Luft vom Wohnzimmer auf eine kalte Wand – es entsteht Kondenswasser.

Die Temperatur und die Feuchte sollte mit einem Thermohygrometer kontrolliert werden.

Ein ideales Klima ist bei Temperaturen zwischen 19 und 22° C. und die Feuchte sollte unter 60% bleiben.

Die beschlagenen Fenster- und Türrahmen sowie die Silikonfugen regelmäßig mit einem Reinigungslappen abwischen. In die Ritzen gelangt auch Staub.

Mülleimer öfters desinfizieren.

Keine Wäsche in der Wohnung trocknen. Früher hatte man einen Speicher, um die Wäsche zu trocknen. Wenn diese in der Wohnung getrocknet wird, so ist zu bedenken – aus der Trommel kommen 7- 8 kg und 2 kg werden in den Schrank gelegt, tja wo bleibt das Wasser?

Große Schränke dürfen nicht an die Außenwand gestellt werden. Wenn dies nicht anders möglich ist, ausreichend Platz – mindestens 5 besser 10 cm von der Wand lassen.

Betten mit geschlossen Bettkasten „unterfüttern“ bzw. höherstellen.  Man hatte früher immer ausreichend Platz durch hohe Füße und somit Luft dazwischen.

Küchen werden oft Millimetergenau eingepasst, aber wie soll es dahinter/darunter warm werden?

Aber auch feuchte Wände und Keller müssen – „trockengelegt“ werden.

Fenster müssen im Keller geschlossen bleiben.

Die Fassade kontrollieren, ob diese Wasser aufnimmt. Dies ist mit einem einfachen Test leicht zu ermitteln – ein Glas Wasser an die Wand geschüttet, alles muss ablaufen.

Der Anstrich an der Innenseite war früher nur Kalk, damit auch ein gutes Desinfektionsmittel. Dies auch dann noch, wenn viele Anstriche aufgebracht wurden.

Schimmel braucht immer eine Nährsubstanz und ausreichend Feuchte sowie die „richtige“ Temperatur. Aber auch der PH-Wert und das Licht müssen stimmen.

Notfalls mit einem Luftentfeuchter die Feuchte reduzieren

 

BR 4.        Und kleine Flächen kann ich selbst entfernen?

Ja natürlich. Wenn man den Schimmel erkennt oder riecht sollte dieser sofort beseitigt werden. Kleinere Flächen – etwa, wenn ein Schrank von der Wand gerückt wird oder auch hinter einem Bild können leicht selber beseitigt werden.

Neben den einfachen Bekämpfungsmitteln wie 70 oder 80% Alkohol aus der Apotheke oder der Drogerie gibt es auch andere ungiftige Produkte – auch in manchen Märkten. Aber immer auf Zulassung und die Gebrauchsanweisung achten.

 

BR 5.        Sind alle Schimmelpilze gleich gefährlich?

Es geisterte mal das Gerücht herum, vor allem der im Sanitärbereich entstehende schwarze Schimmelpilz sei krebserregend?

Einen aktiven schwarzen Schimmel gibt es nicht. Jeder „Schwammerl“ ob groß oder klein ist zunächst relativ hell. Erst wenn dieser abstirbt und fault wird er schwarz.

Und ob grün oder welcher Farbe auch immer – es gibt gefährliche und weniger gefährliche Schimmelarten.

Eine Gefährdung hängt auch immer von der Konzentration und von der Aufenthaltsdauer in einem Raum ab.

Man muss wissen, dass es auf der ganzen Welt keine schimmelpilzfreie Zone gibt. Auch Sporen sind allgegenwärtig und können bei idealen Bedingungen sehr schnell wachsen und somit auch ein Problem ergeben.

Gärtner; Landwirte; Förster und Waldarbeiter haben ständig mit Schimmel zu tun und diese erkranken auch nicht alle an Krebs.

Der gesunde Mensch hat im Normalfall keine Probleme mit Schimmel.

Gerade deshalb ist eine sachliche Bewertung dieser Thematik so wichtig, sonst werden die Angstmacher hier ein großes Betätigungsfeld für sich erobern. Die unsoliden Geschäftemacher sind zu Hauff unterwegs.

 

BR 6.        Die Mieterin in unserem Beispiel wurde von der Wohnungseigentümerin mit einem Schimmelspray und einem Heizlüfter versorgt, sollte damit den Schimmel abtöten und die Wand trocknen. Ist das nachahmenswert?

Nein sicher nicht. Dazu ist der Schaden zu groß.

Schimmelspray ist in diesen Fällen generell nicht empfehlenswert. Es tötet den Schimmelpilz und auch manche Sporen ab, aber, der Körper unterscheidet nicht zwischen toten und lebenden Sporen.

Manche Menschen reagieren allergisch auch auf tote Sporen. Ich beseitige damit also keine Gefahr!

Im Gegenteil, unter Umständen sind Inhaltsstoffe im Spray erst recht Allergie auslösend? Hier gab es große Unterschiede bei einer Prüfung durch Öko-Test im letztem Jahr.

 

Falsch ist es auch eine Schimmelbekämpfung mit einem Heizlüfter vorzunehmen, denn damit werden die Sporen erst recht im Wohnraum verteilt.

Heizen der Wand und trocknen macht erst Sinn, wenn die Sporen z.B. durch absaugen beseitigt sind.

Es ist einem Mieter auf lange Sicht auch nicht zumutbar, überdurchschnittlich hohe Kosten für Heizung zu tragen, erst recht nicht, wenn ein Baumangel vorliegt.

BR 7.        Wann brauche ich den Fachmann?

Dies ist schwierig zu beantworten, weil es immer eine Gradwanderung sein wird. Manche Menschen reagieren sehr sensibel auf Schimmelschäden und andere haben immer damit zu tun und bleiben gesund.

Sicher dann, wenn die Befallflächen relativ groß sind. Wenn gesundheitliche Beeinträchtigungen gegeben sind und/oder der Arzt eine Schimmelallergie feststellt. Auch wenn dann „nur“ der Verdacht von Schimmelbefall gegeben ist. Es ist wichtig den Betroffenen zu helfen, dass sie Sicherheit bekommen.

Man denke nur an die Angstmacherei in den Medien. Man liest sehr oft „Vorsicht Schimmel ist gesundheitsschädlich“. Wie soll der Laie dies alleine Bewerten?

BR 8.        Ist Schimmelpilz immer sichtbar?

Nein, manchmal versteckt er sich z.B. im Teppich, hinter Wandverkleidungen und Tapeten, in oder unter Schränken usw… Bisweilen deutet nur ein muffiger Geruch darauf hin.

Wenn krankmachende Symptome bekannt werden ist eine Raumluftmessung sinnvoll.

Wenn der Schimmelbefall sichtbar ist, kann man i.d.R. drauf verzichten auch ist dann meistens eine Untersuchung der Art des Pilzes überflüssig.

BR 9.        Passivhäuser sind extrem gut gedämmt, setzen darauf, dass möglichst nirgends Wärme entweichen und Kälte eindringen kann. Macht sie das für Pilze besonders anfällig?

Klar, hier ist ein spezielles Lüftungs- aber auch Heizsystem nötig. Z. B. in Skandinavien ist Bauen ohne spezielle Lüftungssysteme gar nicht mehr erlaubt.

Logisch ist auch, dass dies mit der gleichen konsequenten Technik erstellt werden muss. So, dass sich die Bewohner auch ohne Schimmelbefall wohlfühlen können.

BR 10.         Wenn ich mir unsicher bin, ob nun Schimmelpilz in der Wohnung ist oder ich gerade baue und gut vorbeugen möchte – wo kann ich mich informieren?

Sicher bekomme ich keine zuverlässigen Informationen aus den zahlreichen Blättern und Zeitschriften, die in den Hauseingängen in Massen rum liegen. Meist helfen einem auch die Vertreter auf Messen oder an der Haustüre nicht weiter. Man sollte vorsichtig sein und nicht jedem selbsternannten Fachmann vertrauen, auch wenn er sich als Baubiologe ausgibt – auch hier gibt es immer „solche und solche“.

Man kann sich an die gemeindlichen Behörden; an die Verbraucherverbände; an Haus- und Grundbesitzer- sowie an die Mietervereinigungen wenden.

In München das Referat für Gesundheit und Umwelt.

Auch die Handwerkskammern sowie die Innungen können Sachverständige benennen.

In München und Nürnberg gibt es ein Bauzentrum wo man sich nach Anmeldung kostenlos beraten lassen kann.

 

Beratungsstellen bei Schimmelproblemen:

Referat für Gesundheit und Umwelt Umweltladen

Rindermarkt 10

Tel. 089 23326666

Umweltmedizinische Beratung

Tel. 089 23347849

 

Bauzentrum München

Konrad-Zuse-Platz 12, 81829 München

Tel. 089 5364660

 

Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern

Max-Josephstrasse 2

Tel. 089 51160

 

Handwerkskammer München

Max-Joseph-Strasse 5

Tel. 089 5119 – 0

 

Internet:

Umweltbundesamt    www.umweltbundesamt.de

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg   www.gesundheitsamt-bw.de 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Edmund Bromm                                                        Produktinformation

 

Lüften aber wie?

 

 

Die Umgebungsluft enthält eine gewisse Menge an Wasser, in Form von Wasserdampf. Diesen tatsächlichen Feuchtegehalt der Luft nennt man absolute Feuchte und wird gemessen in g/m³ Luft.

Als Sättigungsfeuchte bezeichnet man die Wassermenge, welche physikalisch maximal in einer Luftmenge enthalten sein kann.

Die relative Luftfeuchtigkeit ist das Verhältnis zwischen dem tatsächlichen Feuchtegehalt und der Sättigungsfeuchte. Sie ist, ebenso wie die absolute Feuchte, temperaturabhängig.

So bedeutet eine absolute Feuchte von 9g Wasser pro m³ Luft, bei einer Lufttemperatur von 20 Grad C, eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 55%. Bei gleicher Wassermenge (9g/m³) und 10 Grad C Lufttemperatur wird die Sättigung von 100% rel. Luftfeuchte erreicht.

Sinkt die Lufttemperatur, so steigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Wird die Sättigung erreicht, muss die Luft das überschüssige Wasser an die Umgebung abgeben. Die Temperatur, bei der die Luft die Sättigungsgrenze erreicht, nennt man Taupunkt oder Taupunkttemperatur. Das Kondensat schlägt sich nieder, wo die Temperatur eines Gegenstandes oder Baustoffes die Taupunkttemperatur unterschreitet. Bei porösen, diffusionsoffenen Baustoffen kann der Taupunkt auch innerhalb der Wand liegen.

Als Diffusion bezeichnet man den Feuchtefluß von Wasserdampf in porösen Baustoffen. Triebkraft der Diffusion sind unterschiedliche Temperatur- und Luftfeuchtigkeits- konzentrationen auf beiden Seiten der Wand oder Decke. Wasserdampf diffundiert in der Regel durch den Baustoff hindurch. Sollte jedoch in der Wand die Taupunkttemperatur unterschritten werden, kondensiert der Wasserdampf und es kommt zum Kondenswasserausfall. Das Kondensat kann bei längerem Anhalten des Zustandes zu einer beträchtlichen Durchfeuchtung der Mauern führen. Besonders währen der kalten Jahreszeit kann Kondensation am Wandinneren der Außenmauer Feuchtigkeitsschäden hervorrufen.

In den Sommermonaten verursachen warme und feuchte Luftmassen bei Eindringen in kühle Keller und Treppenhäuser oft massive Durchfeuchtungen im Mauerwerk. Da sich die abkühlenden Luftmassen im Raum nach unten bewegen, findet der Kondenswasserausfall meist im unteren Teil der Wand statt, und wird des Öfteren mit kapillar aufsteigender Feuchtigkeit verwechselt.

Kondensationsgefährdete Bereiche sind z.B. Kältebrücken, wie Fensterbänke, aber auch schlecht isolierte Außenwände (ebenso wie zu dicht isolierte), kühle Räume, Keller, Treppenhäuser, und Stellen mit geringer Luftzirkulation, hinter Möbel oder in Ecken und Nischen. Falsch bemessene Außen- oder Innendämmung kann zu Kondenswasserschäden im Außenmauerwerk führen. An der Außenwand, besonders nordseitig und im Sockelbereich, kann es ebenfalls zum Kondenswasserausfall kommen.

Man geht davon aus, dass auf Grund heutiger, wirtschaftlich orientierter aber bauphysikalisch falscher Bauweisen, die Kondensationsprobleme zunehmen werden. Diffusionshemmende Betonbauweisen, dicke Kunststoffdämmplatten, dichte Fenster, und fehlende Lüftung ebenso wie mangelnde Bauaustrocknung, führen zwangsläufig zu einer Zunahme der Feuchtebelastung im Gebäude und fördern die Schimmelbildung.

In der Regel kann nur der Fachkundige feststellen, ob es sich um kapillar aufsteigende Feuchte oder Kondensationsfeuchte handelt. Der Bauherr sollte sich daher bauphysikalisch beraten lassen, oft lassen sich aufwendige Abdichtungen ersparen.

Wie kann man Feuchtigkeitsschäden durch Kondensation verhindern?  Sofern kurzzeitig und in längeren Abständen auftretend, sind Schäden durch kondensierende Luftfeuchtigkeit ausgeschlossen. Massiver, d.h. langfristiger, Kondenswasserausfall macht sich im Wohnbereich zuerst durch ablösende Tapeten und Schimmelbildung in den Ecken bemerkbar. Man sollte versuchen die Wasserdampfproduktion beim Kochen, Waschen, Wäschetrocknen etc. einzuschränken, oder einen Luftentfeuchter benutzen, um die Luftfeuchtigkeit zu senken.

Kurzes intensives Lüften verhindert die Auskühlung der Mauern und schafft die Feuchtigkeit aus dem Haus. Im Keller können erhöhte relative Luftfeuchtigkeit und Kondensation zur Durchfeuchtung von Mauern, Treppen und Decken führen. Viele Hausbesitzer schenken ihrem Keller zu wenig Beachtung. Mangelhafte oder fehlende Abdichtungen bewirken eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, welche sich diffusiv auch auf die Wohnräume im Erdgeschoß auswirken kann.

Instand gesetzte Grundmauern mit einer funktionierenden Außenabdichtung reduzieren die Feuchteaufnahme aus dem Erdreich und damit auch die Verdunstung an der Wandinnenseite. Richtiges Lüften, besonders während der Sommermonate ist von großer Bedeutung, um Kondensat und Schimmelbildung zu vermeiden.

Als Faustregel gilt: Gefahrloses Lüften ist prinzipiell möglich, wenn die Außentemperatur der Luft niedriger ist als die Innentemperatur. Je größer der Temperaturunterschied, desto effektiver fällt die Lüftung aus.

Grund: Bei der Erwärmung kalter Luftmassen sinkt die relative Luftfeuchte, die Luft wird somit aufnahmefähiger, was wiederum die Verdunstung von der Wandoberfläche begünstigt (Trocknung) und Kondenswasserausfall vermindert oder ganz verhindert.

Airmatic – Temperaturabhängige automatische Kellerlüftung (auch Wohnräume): Vielen Hausbesitzern fällt es schwer das korrekte Lüften praktisch zu realisieren. Meist findet sich niemand, der die Fenster während der Sommermonate abends öffnet und morgens rechtzeitig wieder schließt. Zudem ist die Unsitte noch weit verbreitet, bei warmen Außentemperaturen, Türen und Fenster zum kühlen Keller weit zu öffnen. Man sollte jedoch beachten, dass warme Luft bei Abkühlung ihre Wasserspeicherfähigkeit reduziert, und bei 100%iger relativer Luftfeuchte Kondensat ausfällt. Wie groß dieses Problem tatsächlich ist, müssen auch wir in der Praxis regelmäßig feststellen. Massive Durchfeuchtungen auf Grund hohen Kondenswasserausfalles prägen das Bild zahlreicher Keller. Es macht daher Sinn die Belüftung des Kellers, oder anderer kondensationsgefährdeter Räume, über temperaturgesteuerte Außenwandlüfter, statt über die Fenster- und Türöffnungen zu realisieren.

 

Automatische Zwangslüftung (temperaturabhängiges Lüften) :

Das Prinzip: An der Außenwand und im Keller werden jeweils ein Messfühler installiert. Eine Elektronik vergleicht Außen- und Innentemperatur, und schaltet die Lüftung bei Kondensationsgefahr ab. Ist gefahrloses Lüften möglich, werden die oder der Lüfter automatisch wieder zugeschaltet. Wichtig ist allerdings, dass der Luftaustausch ausschließlich über Zu- und Abluftöffnungen erfolgt. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Das System kann demnächst auch zum Selbsteinbau bestellt werden, ebenso Elektronik mit Messfühler einzeln. Soll der gesamte Keller belüftet werden, empfehlen wir, das Lüftungssystem fachgerecht einbauen zu lassen. Um eine gleichmäßige Belüftung zu gewährleisten, müssen zum Teil Lüftungskanäle verlegt werden. Sollte unser System für Sie von Interesse sein, setzen Sie sich mit uns telefonisch oder per Email  in Verbindung, oder nutzen Sie unser Formular bei: www.haus-schwamm.de

 

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